Eine Million Bäume sollen es weltweit werden

Eine Million Bäume sollen es weltweit werden

Für seine Amtszeit hat sich Wing-Kun Tam, Präsident des internationalen Lions Clubs, Großes vorgenommen: Nicht weniger als eine Million Bäume möchte er mit Hilfe der Ortsgruppen des Clubs weltweit pflanzen. Seit die Aktion im Juli 2011 begann, haben zahlreiche Clubs in der ganzen Welt ihre Unterstützung zugesagt, und die Ortsgruppe Bonn-Bad Godesberg beteiligt sich mit 1000 Buchen.

Clubmitglieder, Stadtförsterei und Kinder aus dem Godesheim starteten gestern mit der Pflanzaktion im Godesberger Stadtwald. Aus einem Waldstück, das derzeit nur aus Fichten besteht, solle ein Mischwald werden, erklärte Stadtförster Sebastian Korintenberg. Die Fichte sei im Gegensatz zur Buche kein einheimischer Baum, sondern ein Relikt aus der Nachkriegszeit.

Damals seien bevorzugt Nadelbäume gepflanzt worden, da diese schnell und gerade wachsen und Baumaterial benötigt wurde. Korintenberg betonte: "Die Buche wäre der Baum, der am häufigsten in Deutschland vertreten wäre, wenn der Mensch nicht eingegriffen hätte."

Der Lions Club setzt sich nach eigenen Angaben mit verschiedenen Projekten für Menschen und Natur ein. Christoph Beckmanns, Präsident des Godesberger Lions Club, begeistert sich für die Baumpflanzaktion: "Lions Clubs aus aller Welt engagieren sich seit Jahrzehnten für den Umweltschutz, und wir wissen, dass jeder noch so kleine Einsatz viel bewirkt. Deshalb leisten wir unseren Beitrag dazu, das Ziel zu erreichen und zu überschreiten."

Durch soziale Projekte pflegt die Ortsgruppe eine enge Beziehung zum Godesheim. So entstand die Idee, die Kinder an der Aktion teilhaben zu lassen. Sie halfen nicht nur beim Pflanzen: Eine Klasse des Schulprojekts "Partnerschaft für Erziehung und Bildung" von Johannes-Gutenberg-Schule und Godesheim nutzte die Gelegenheit für eine Exkursion.

Die Schüler beschäftigen sich zurzeit im Biologieunterricht mit dem Ökosystem Wald und konnten ihr frisch erlerntes Wissen während des Ausflugs direkt anwenden. Auch die Gruppe Morgenstern aus dem Godesheim unterstützte Clubmitglieder und Försterei nach Kräften. "Morgen haben wir alle Muskelkater", stand für einige Kinder schon nach dem Graben der ersten Löcher fest.