Prunksitzung der Godesberger Stadtsoldaten: Ein Jugendtraum geht in Erfüllung

Prunksitzung der Godesberger Stadtsoldaten : Ein Jugendtraum geht in Erfüllung

Nervös ist Patric Engels (noch) nicht. Lediglich ein wenig angespannt ist der 43-Jährige, wenn er an die Prunksitzung der Bad Godesberger Stadtsoldaten denkt, die am Sonntag um 16 Uhr in der Stadthalle startet.

Engels fungiert dann zum dritten Mal als Sitzungspräsident: 2014 hat er das Zepter von seinem Schwiegervater, Stadtsoldaten-Urgestein Horst Effelsberg, übernommen. Und wird es wohl so leicht auch nicht mehr hergeben. "Ich bin gerne Sitzungspräsident", sagt Engels.

Zum einen liegt das mit Sicherheit an der Stimmung im Verein: Rund 40 Stadtsoldaten packen vor der Prunksitzung mit an, bauen das Bühnenbild auf, schmücken Foyer und Lampen. Zum anderen tragen die Zuschauer dazu bei, dass der 43-Jährige mit Spaß dabei ist. "Die Stadtsoldaten sind ein familiärer Verein", erklärt Engels. "Wir haben seit Jahren ein super Publikum. Und das sage ich nicht nur so, das ist so." Dass die "Stadtsoldatenfamilie" ihre Aktiven nicht im Stich lässt, sieht man auch an der Zahl der verkauften Eintrittskarten.

Zwar gibt es noch Tickets für die Sitzung, aber rund 600 Narren werden auf jeden Fall kommen, schätzt der 43-Jährige. Und das, obwohl "es mit dem Sitzungskarneval immer schwieriger wird". Nicht nur, dass die Session extrem kurz sei und viele Veranstaltungen parallel stattfänden. Es gebe heute außerdem ein deutlich breiteres Angebot als noch vor 30 Jahren. Und: "Die Geschmäcker sind sehr unterschiedlich. Die Jugend möchte Musik, die Älteren eher Tanz oder Redner."

Dem wird bei der Prunksitzung Rechnung getragen. "Unser Programm ist immer noch sehr breit gefächert." Klaus und Willi sind ebenso dabei wie Jodesberger Junge, Blom un Blömcher, Höppemötzjer, Martin Schopps oder die Mennekrather - um nur einige Künstler zu nennen. Selbstverständlich schaut auch das Prinzenpaar vorbei. Ein weiteres Highlight ist wohl der Auftritt der Höhner. "Das ist ein Jugendtraum, diese Band einmal ansagen zu dürfen", schwärmt Engels.

Dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird, weiß er seit Herbst 2014. Damals wurde das diesjährige Prunksitzungsprogramm auf die Beine gestellt. "Man muss früh buchen", stellt der 43-Jährige fest. Und obwohl alles schon Monate vorher feststeht, kann trotzdem etwas schief gehen. Diese Erfahrung hat auch Engels schon gemacht: "In einem Jahr hatte ich ein Loch im Programm, weil ein Künstler nicht aufgetaucht ist." Der war krank und hatte während der Sitzung abgesagt.

Karten für die Prunksitzung gibt es an der Abendkasse. Sie kosten 32 Euro. Tickets für die Herrensitzung (Sonntag, 24. Januar, 11 Uhr, Aula im Schulzentrum Pennenfeld, 28 Euro) und die Mädchensitzung (Dienstag, 26. Januar, 19 Uhr, Stadthalle, 28 Euro) sind unter 02 28/85 71 81 erhältlich.

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