50 Jahre Haus der Familie: Ehemalige erzählen von früher

50 Jahre Haus der Familie : Ehemalige erzählen von früher

Seit 50 Jahren ist das Haus der Familie (HdF) nicht mehr aus dem Leben vieler Bad Godesberger wegzudenken. Seitdem bietet das Team in dem Gebäude an der Friesenstraße Unterstützung für Familien, hilft Zugezogenen dabei, sich ein Netzwerk aufzubauen, und dient als Treffpunkt.

Aus der Taufe gehoben wurde die Familienbildungsstätte zwar bereits 1963, damals starteten die ersten Kurse in der benachbarten Sakristei. Da das Haus aber 1966 errichtet wurde, gilt dies als Geburtsstunde des HdF. Somit ist 2016 ein Jubiläumsjahr – was am 24. und 26. Juni gebührend gefeiert werden soll.

Historie

Gegründet wurde die Einrichtung von Marianne Hamm von Sahr. Selbst aus Ostpreußen geflohen, entschloss sie sich, ein Haus der Begegnung und Bildung zu schaffen. Aus den ersten sieben Kursen 1963 sind mittlerweile 750 geworden. Zum HdF gehören außerdem das Mehrgenerationenhaus, die Kleiderstube und das Projekt Wellcome Bonn, bei dem Familien mit Säuglingen im ersten Lebensjahr unterstützt werden.

Festakt mit OB

Mit einem Treffen der Ehemaligen starten die Feierlichkeiten am Freitag, 24. Juni, um 15 Uhr. Wer in der Familienbildungsstätte mitgearbeitet hat – hauptamtlich oder ehrenamtlich – ist zum Erzählcafé eingeladen. „Dabei werfen wir einen Blick in die Vergangenheit, nach dem Motto: Weißt Du noch, wie es war?“, sagt HdF-Leiterin Regina Uhrig.

Ab 18 Uhr steht der Festakt auf dem Programm, bei dem die Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft geschlagen wird. Wie fing alles an? Was bewegt uns heute? Was ist Familienbildung? Und was macht das HdF?, sind Fragen, die im Mittelpunkt stehen. Zu Wort kommen Nachbarn, Kursleitende und Ehrenamtliche, das hauseigene Marionettentheater „Seidenfädchen“ gratuliert.

Wer vorbeikommen möchte, erlebt außerdem eine Premiere: Ein Geburtstagsfilm wird gezeigt – auch das Team hat ihn noch nicht gesehen. Zu dem Festakt sind auch Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke, Superintendent Mathias Mölleken sowie die Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber und Claudia Lücking-Michel eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Um 19.30 Uhr dann startet die Geburtstagsparty mit der Coverband „Looping“. Dann geht es vor allem um eins: tanzen. Der Eintritt kostet zehn Euro, Karten gibt es im HdF und an der Abendkasse. Die drei Veranstaltungen finden im HdF, Friesenstraße 6, statt.

Sommerfest

Die Feiern gehen am Sonntag, 26. Juni, weiter. „Den Samstag benötigen wir zum Um-, Ab- und Aufbauen“, sagt Uhrig. Los geht es um 10.30 Uhr mit einem Familiengottesdienst in der Christuskirche an der Wurzerstraße.

Auch im Anschluss daran dreht sich ab 12 Uhr beim Sommerfest rund um das HdF alles um das Thema Familie. Große und kleine Gäste können unter anderem ein Banner gestalten, das später am Haus aufgehängt wird; das neue Programm wird verteilt.

Außerdem bemalen die Kinder Sitzhocker, die sie mit nach Hause nehmen dürfen. Künstler haben bereits Hocker gestaltet, diese Ergebnisse werden von Pfarrer Oliver zugunsten des HdF versteigert. Hämmern von Murmelbahnen, Herstellung von Samenbomben mit Blumensamen, eine Ruhezone und mehr werden angeboten. Weil es in der Tongrube und an der Wasserbahn matschig werden kann, sollten die Kinder funktionale Kleidung tragen.

Wer möchte, kann sich die Ausstellung „Familien Zeit Räume“ in der Christuskirche anschauen. Beim Fest packen auch die Flüchtlinge mit an, die von der Gemeinde betreut werden.

Das Team freut sich über eine Kuchenspende, die entweder im HdF abgegeben oder am Sonntag mitgebracht werden kann. Letzter Programmpunkt ist um 16 Uhr das Offene Sommersingen in der Christuskirche.

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