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Hilfe für Krebspatienten: DKMS-Registrierung am Friedrich-List-Berufskolleg

Hilfe für Krebspatienten : DKMS-Registrierung am Friedrich-List-Berufskolleg

Die Schülervertretung des Friedrich-List-Berufskollegs hat für die Stammzellenspende der DKMS eine Registrierung organisiert. Für die Schüler gab es zudem einen Infotag.

Mund auf und Stäbchen rein. Wie einfach es ist, sich als Stammzellenspender zu registrieren, wissen viele Menschen nicht. Wie auch Schülerinnen und Schüler zu Lebensrettern werden können, wurde vergangenen Freitag am Friedrich-List-Berufskolleg erklärt. Im Anschluss daran konnten sich rund 250 Jugendliche und junge Erwachsenen direkt bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren.

Die Idee zu der Veranstaltung hatte die Schülerin Viviane Seeger: „Ich war erschrocken darüber, dass viele mit der DKMS überhaupt nichts anfangen konnten“, so die 27-Jährige. Veranstaltungen wie diese könnten der Schülerin zufolge ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es nicht allen Menschen gut geht. „Krebs ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Fast jeder kennt in seinem Umkreis eine Person, die an der Krankheit leidet“, sagte Lars Dietershagen, Lehrer am Friedrich-List-Berufskolleg. Auch in der Familie von Viviane Seeger gab es einen Krebspatienten. „Es kann jeden treffen, deshalb geht uns das Thema alle an“, sagte sie.

Mit den Lehrern Lars Dietershagen, Attila Isikdogan und Christine Hinterthür stellte die Schülervertretung das Projekt innerhalb von drei Wochen auf die Beine und sammelte schon vorher mehr als 1500 Euro an Spenden, mit denen die Verwaltungskosten für die Registrierungen gedeckt werden sollen. „Wenn sich die Hälfte der heute anwesenden Schüler registriert, dann ist das ein guter Schnitt“, sagte Nicole Ruf von der DKMS. Gerade junge Menschen seien für die Datei der Spender wertvoll, da sie länger als Spender zur Verfügung stünden. „So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, genetische Zwillinge zu finden, enorm.“

Die Initiatorin Viviane Seeger war begeistert von dem großen Interesse ihrer Mitschüler. Auch in den kommenden Jahren soll es einen Informationstag zu dem Thema Stammzellenspende geben. Sie hofft, dass auch andere Schulen ihrem Beispiel folgen und ähnliche Informationsveranstaltungen organisieren. „Es geht dabei um Leben“, erklärte SV-Lehrer Isikdogan, „und darum, Leben zu retten.“