Kurz vor Saisonbeginn: Das Rüngsdorfer Freibad macht sich bereit

Kurz vor Saisonbeginn : Das Rüngsdorfer Freibad macht sich bereit

Pünktlich zum Start der Badesaison öffnet das Rüngsdorfer Panoramabad an Fronleichnam, 31. Mai. Davon geht die Bonner Stadtverwaltung aus. Die Arbeiten an den Schwimmbecken liegen jedenfalls in den letzten Zügen.

Das Kreischen einer Schleifmaschine zerschneidet die Idylle auf dem Spazierweg am John-J.-McCloy-Ufer. Verursacher der Geräuschkulisse ist ein Arbeiter, der an einem Becken des Rüngsdorfer Panoramabads („Rüngsi“) kniet und sichtlich konzentriert an einem Gitter arbeitet. Nur wenige Schritte von ihm entfernt zieht ein Mann eine Schlauchkonstruktion auf die Brücke, die über das Wasser führt. Wer einen Moment am Zaun des Bads verweilt, sieht sofort, dass die Arbeiten kurz vor der Freibadsaison in vollem Gange sind.

Die Stadt Bonn ist sich deshalb sicher, das Freibad pünktlich an Fronleichnam, 31. Mai, eröffnen zu können. Einen Pressetermin zu den laufenden Arbeiten im Freibad lehnte die Stadt auf GA-Anfrage ab, es bliebt nur der Blick durch den Zaun.

„Wir werden eröffnen wie angekündigt“, sagt Isabel Klotz vom Presseamt der Stadt Bonn. „Die Vorbereitungen laufen gut.“ Momentan seien die Arbeiter noch mit den Becken, Duschen und der Technik beschäftigt. Vor der Eröffnung müssten auch noch Wasserproben genommen und ausgewertet werden, um sicherzustellen, dass das Wasser keimfrei und sauber sei, so die Stadt. Dafür wurde die Filteranlage instand gesetzt. Alte, teils rostige Leitungen und 4500 Filterdüsen sowie der Filtersand wurden in einer Notreparatur ausgetauscht. Die Kosten für das Provisorium liegen bei 250.000 Euro. Beschlossen wurde die Maßnahme im vergangenen Dezember vom Stadtrat, weil eine komplette Sanierung der Anlage so schnell nicht möglich gewesen wäre.

Jedenfalls nicht bis zum Beginn der diesjährigen Freibadsaison, so die Stadtverwaltung. Mit der eigentlichen Sanierung soll es dann im Anschluss an die Saison weitergehen. Dann, so der Plan, soll laut Stadt die veraltete Filteranlage abgerissen und die 20 Jahre alte Pumpen- und Schaltschranktechnik demontiert werden. In der Außenanlage wird dann ein Raum mit Stahldruckfiltern entstehen, der sich an den Pumpenraum anschließt. Auch hier soll sich einiges ändern: Neue Rohre werden verlegt, taufrische Technik und neue Pumpen verbaut. 1,25 Millionen Euro will die Stadt nach eigener Aussage investieren.

Unverändert bleibt aber offenbar die Situation rund um die seit mehr als zehn Jahren stillgelegte Gastronomie des Freibads. Auf leckere Snacks müssen die Badegäste hier deshalb noch immer verzichten – für Pächter ist die Ecke nicht wirtschaftlich genug, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Zudem seien die Kosten einer Instandsetzung des Gastrobetrieb zu hoch: rund 1,3 Millionen Euro, wie die Stadt in einer Mitteilung an die Bezirksvertretung Bad Godesberg schätzt. Ein Abbruch des Gebäudeteils komme aber auch nicht infrage. Grund dafür sei unter anderem die „prekäre Haushaltslage“ der Stadt.

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