Integration durch Sport: Cricketspieler kämpfen in Godesberg um Meisterschaft

Integration durch Sport : Cricketspieler kämpfen in Godesberg um Meisterschaft

Die Cricket Union verteilt während der Deutschen Meisterschaft in Bad Godesberg Ausrüstung an Flüchtlinge. Die Bonner kamen bis ins Halbfinale.

Ob Trikots, Helme oder das richtige Schuhwerk: Bei einer Aktion anlässlich der Deutschen T20-Meisterschaft im Cricket auf dem Sportplatz an der Martin-Luther-King-Straße spendete der Kölner Verband Deutsche Cricket Union (DCU) am Dienstag Sportausrüstung an Asylsuchende, die sich für Cricket interessieren.

Ziel des Verbandes ist es, Flüchtlingen die Teilnahme an dem eigentlich so exklusiv anmutenden Sport zu ermöglichen und damit gleichzeitig neue Mitglieder für die Bonner Vereine zu gewinnen. Abseits der guten Tat am Spielfeldrand kämpften währenddessen vier Bonner Mannschaften mit um die Meisterschaft.

„Leider sind alle Bonner Teams vor dem Finale ausgeschieden“, berichtete Ravi Navaratnam von der DCU. Immerhin seien die Mannschaften vom Bonn Blue Cricket e.V. bis ins Viertel- und Halbfinale gekommen, so Navaratnam.

Das Rennen machte letztendlich aber ein Traditionsverein aus Rüsselsheim. Bei einem Hessen-Derby auf Godesberger Rasen setzte sich die TG 1862 Rüsselsheim gegen die SG Hainhausen von 1886 durch und gewann damit das Turnier.

„In unserem Verband sind insgesamt 59 Vereine aus drei Bundesländern aktiv – Berlin, Hessen und NRW“, erklärt Navaratnam. „Von den zehn Vereinen in Bonn sind vier Teil unseres Verbandes.“ Dabei engagieren sich Navaratnam und seine Mitstreiter, wie die meisten Mitglieder der Cricket-Vereinigung, hauptsächlich ehrenamtlich, auch abseits des Spielfelds.

Die Deutsche Cricket Union unterstützt im Rahmen ihres Projektes “Integration durch Sport“ nämlich Flüchtlinge und Asylsuchende und bekommt dabei Unterstützung vom Sportausrüster Lords Taveners.

Das Verteilen von Cricket-Bedarf an die Migranten zeigt dabei einen positiven Effekt: „Wir haben das jetzt schon zum zweiten Mal gemacht“, so der DCU-Ehrenamtler. „Seit der letzten Verteilaktion kommt tatsächlich eine Gruppe von bis zu fünf Flüchtlingen aus den umliegenden Flüchtlingsheimen regelmäßig zum Training.“

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