Drachenburgstraße: Bürger Bund hakt bei Asylunterkunft nach

Drachenburgstraße : Bürger Bund hakt bei Asylunterkunft nach

Hinsichtlich des von der Stadtverwaltung an der Drachenburgstraße geplanten Asylbewerberheims hakt der Bürger Bund jetzt noch einmal nach.

Mittels einer Großen Anfrage möchte die Fraktion am 11. September in der Bezirksvertretung gern wissen, wie es um die rechtliche Grundlage der Nutzung eines ehemaligen Bürogebäudes im Gewerbegebiet, um die mögliche Beeinträchtigung der Betriebsabläufe der dortigen Unternehmen, um den Schallschutz für die Bewohner und die maximale Nutzungsdauer und eine mögliche Folgenutzung bestellt ist.

Auch möchte der Bürger Bund wissen, warum die Stadtverwaltung die Kosten für den Umbau nunmehr auf 300.000 Euro schätzt, nachdem im März von 400.000 Euro die Rede gewesen sei. Bereits vor einigen Monaten hatte der Bürger Bund erkennen lassen, dass er die Ansiedlung eines Asylantenheims in Lannesdorf für bedenklich hält, weil es dort bereits ausreichend soziale Probleme gebe.

Nun hinterfragt die Fraktion den Standort hinsichtlich seiner Verträglichkeit mit der Nachbarschaft. "Die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Drachenburgstraße liegt innerhalb eines Gewerbegebietes", begründet BBB-Ratsmitglied die Anfrage.

Sinn und Zweck eines Gewerbegebietes sei es, dass dort auch solche Betriebe ansiedeln können, die in einem Wohnumfeld wegen Lärms und Abgasen als störend anzusehen wären. Schmitt: "Daher ist in derartigen Arealen eine Wohnnutzung nur auf so genannte Betriebswohnungen beschränkt."

Der Bürger Bund wünscht sich nun Klarheit über die Zulässigkeit einer vorübergehenden Nutzung des Gebäudes als Unterkunft. Sollte die Unterkunft realisiert werden, so meint Schmitt, stehe bereits heute zu befürchten, dass es zu Konflikten zwischen der Gewerbe- und der Wohnnutzung kommt.

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