Geld für Fitness und Kultur: Bad Godesberger dürfen rund 50.000 Euro für ihre Wünsche ausgeben

Geld für Fitness und Kultur : Bad Godesberger dürfen rund 50.000 Euro für ihre Wünsche ausgeben

Die besten Vorschläge des Bürgerdialogs zum Haushalt stehen fest. Auf der Liste stehen unter anderem ein Bewegungsparcours und Musik im Park. Politiker setzen die Prioritäten.

Der Bürgerdialog zum Haushalt unter dem Motto „Bonn macht mit“ geht in die letzte Runde: In die haben es Vorschläge zur Draitschquelle, Musik im Park, zu einem Fitnessparcours und noch einiges mehr geschafft. Nun liegt es an der Bezirksvertretung Bad Godesberg und zuletzt dem Stadtrat, die von Bürgern vorgebrachten Ideen in eine Prioritätenliste einzuordnen und umsetzen zu lassen.

Wie berichtet, standen den Bonnern für den Haushalt 2019/2020 insgesamt 220.000 Euro zur Verfügung, die gemessen an der Einwohnerzahl auf alle vier Stadtbezirke aufgeteilt wurden. Das Bad Godesberger Budget umfasst demnach 49.589 Euro. Jedes Projekt sollte am Ende nicht mehr als 10.000 Euro kosten. Die am besten bewerteten Vorschläge:

Der Bürgerverein Heiderhof schlägt die Installation eines Bewegungsparcours mit leichten Sportgeräten als Fitnessangebot für Menschen in der zweiten Lebenshälfte vor. Gedacht ist ans Bänke mit Pedalen, Pendelscheiben oder Armkurbeln. Ziel ist die Steigerung geistiger und körperlicher Fitness. Die Verwaltung schlägt vor, den Vorschlag in den Prozess der Sportentwicklungsplanung aufzunehmen. Im ersten Schritt würde das Projekt 12.000 Euro kosten.

Das Team der evangelischen öffentlichen Bücherei auf dem Heiderhof möchte für 7000 Euro auf mehreren Ebenen eine Schmökerinsel einrichten, und zwar, wenn der beliebte Treffpunkt Immanuelkirche im 2019 renoviert wird. Die Stadt will einen Zuschuss von 5000 Euro gewähren. Der Heiderhof gilt wieder als ein beliebter Zuzugsort für junge Familien. Auch viele ältere Menschen leben dort. „Der noch stark von den 70er Jahren geprägte Ortsteil braucht dringend mehr Angebote, die dazu beitragen, dass sich die Menschen hier wohlfühlen“, teilt das Büchereiteam mit. „Besonders für Kinder und Jugendliche fehlt hier eine Anlaufstelle am Nachmittag. Die Bücherei ist in erster Linie eine öffentliche Einrichtung, die zur Attraktivität eines Ortsteils beitragen kann.“

3000 Euro für sechs Konzerte im Park

Jahrelang hat die Musik im Park keine Zuschüsse mehr erhalten. Nach dem Erfolg in diesem Jahr soll es für die nun geplanten sechs Konzerte 3000 Euro geben. Veranstalter ist der Verein "Bürger.Bad.Godesberg".

„Die Angebote der Draitschquelle und der Kurfürstenquelle könnten in die touristische Werbung der Stadt Bonn aufgenommen werden“, so die Verwaltung, die dafür 2250 Euro bereitstellen könnte. Ein Wermutstropfen: Die Stadt erwähnt weiterhin ihren Konsolidierungsvorschlag für die Quelle, deren Betrieb jährlich 16 000 Euro koste. Dieses Geld könnte aus dem Bürgerhaushalt kommen. Der derzeitige Brunnenpächter könnte etwa zum Betreiber werden.

Bürger.Bad.Godesberg möchte die Öffnungszeiten im Trinkpavillon ausweiten, weil die ehrenamtliche Arbeit zu Betrieb und Pflege auf positive Resonanz stößt. „Wir bieten das Kurfürstenquellwasser an, informieren über das Gebäude und den Stadtpark und reinigen den Trinkpavillon innen und außen regelmäßig“, so der Verein. Er möchte für ein Jahr eine Stelle einrichten. Der Zuschuss: 9600 Euro.

Es besteht der Wunsch nach einem wöchentlichen Feierabendmarkt auf dem Moltkeplatz, wo Getränke, Essen, Weinproben und mehr angeboten werden sollen. Für zwei Jahre könnte es 4000 Euro geben.