Neuer Verein schmiedet Pläne: Bad Godesberg feiert eigenes Beethovenfest

Neuer Verein schmiedet Pläne : Bad Godesberg feiert eigenes Beethovenfest

Der neue Verein Kunst und Kultur plant für August 2020 ein eigenes Beethovenfest an der Kurfrüstlichen Zeile - mit aufwendigen Kostümen und einer Postkutsche.

Sie sagen, sie seien „engagiert, motiviert, dynamisch, kreativ und nett“. Und dann lachen vor dem Eingang des Kleinen Theaters Anne Gronski, Sabine Köhne-Kayser, Thomas Rabbow und Frank Oppermann um die Wette. „Unser gemeinnütziger Verein KuKuG e.V. ist erst im März geschlüpft“, erklären die Frauen, die bis vor kurzem im Vorstand des Vereins Bürger.Bad.Godesberg arbeiteten.

KuKuG steht für Kunst und Kultur, Satzungszweck sei entsprechend die Förderung von Kunst und Kultur in Bad Godesberg. „Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt die promovierte Volkswirtin Gronski, die auch im neuen Verein für die Finanzen zuständig ist. TV-Journalistin Köhne-Kayser, die bei Bürger.Bad.Godesberg schon das kulturelle Programm auf die Beine stellte, wird das nun auch hier stemmen.

Dazu kommt Rabbow, der im Deutschen Musikrat und Projektbüro Deutscher Musikwettbewerb für die Eventplanung zuständig war. Oppermann, der ab Juni das Kleine Theater leitet, ist Kooperationspartner.

„Unser Verein geht eigene Wege. Aber wir freuen uns sehr, dass wir mit Bürger.Bad.Godesberg in verschiedenen Projekten kooperieren“, sagt Gronski. Und zwar in der Fortführung von „Musik im Park“, der wiederbelebten Sommerserie vor dem Trinkpavillon, beim Filmprogramm mit Clara-Maria Schellhoss und bei der Organisation des aktuellen Gedenkjahrs für den Godesberger Maler Paul Magar (der GA berichtete).

„All das führen wir fort und organisieren auch ansonsten jeden Montag ab 15 Uhr sowie jeden ersten Samstag im Monat das Programm im Trinkpavillon“, kündigt Köhne-Kayser an. Im Kleinen Theater werde KuKuG an spielfreien Tagen das Rahmenprogramm mit Musik, Lesungen und Diskussionen bieten, so Oppermann. „Beim Godesberger Sommerfest am 29. Juni im Kurpark sammeln wir zudem mithilfe einer Tombola für einen guten Start des Theaters“, so Gronski.

Und dann kommen die vier auf ihr für 2020 geplantes Großevent zu sprechen: Bad Godesberg, der so gerne geschmähte Stadtbezirk, soll vom 28. bis 30. August auf der kurfürstlichen Zeile und im Redoutenpark bis zum Trinkpavillon ein kurfürstliches Beethoven-Fest bekommen. Denn der große Ludwig sei sehr wohl auch dort gewesen.

Auf dem Parkplatz soll ein historischer Markt mit (Kunst-) Handwerkern in Kostümen und mit kulinarischen Köstlichkeiten laufen. Dazu sollen Darbietungen damaligen Tanzes, Schauspiels und damaliger Musik auch im Kleinen Theater an Beethovens Lebenszeit erinnern. „Herrschaften werden in Kostümen der Zeit flanieren, eine Postkutsche lädt Gäste ein“, blickt Köhne-Kayser voraus.

In der Redoute soll es einen abendlichen Maskenball geben. „Und vom effektvoll illuminierten Redoutenpark aus zeigen wir auf einer riesigen Leinwand vor dem alten Verwaltungstrakt einen Film mit Beethovens Oper 'Fidelio'“, sagt Musikexperte Rabbow. Die historische Begegnung des jungen Beethoven mit Joseph Haydn 1790 soll bei einem Klassikpicknick am Originalschauplatz Redoute nachgespielt werden.

„Wir haben jede Menge Ideen und auch schon Förderanträge gestellt. Sponsoren sind natürlich herzlich willkommen“, sagt Köhne-Kayser. Als Unterstützer seien schon die Redoute, Kunstrasen e.V., die Bezirksverwaltung, der Brühler Verein für Kunstgeschichte, der dort ein ähnliches Event veranstaltete, die Burgschule und der Verein Stadtmarketing gewonnen. Godesbergs Kantatenorchester wird spielen. Man führe Gespräche mit Kirchengemeinden, Schulen, der Musikschule, Sportvereinen, dem Generationennetzwerk Bad Godesberg und dem Verein Lese-Kultur Bad Godesberg.

„Jeder kann mitmachen. Wir laden jeden ein. Wir arbeiten kinderfreundlich, integrativ und generationenübergreifend“, betont Gronski. Und dann sagen die vier noch, dass sie einen prominenten Schirmherrn gewonnen haben. „Wen, wird aber noch nicht verraten.“

Kontakt zum Verein und Infos zu seiner Zielsetzung gibt es über die Homepage www.kukug.de.

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