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Bauen in Bad Godesberg: Anwohner sorgen sich um Bäume an Kennedyallee

Bauen in Bad Godesberg : Anwohner sorgen sich um Bäume an Kennedyallee

Auf dem Postbank-Areal könnten 170 Bäume einem Neubau zum Opfer fallen. Der Umweltausschuss beschließt eine Beteiligung der Öffentlichkeit.

Nach kurzer Debatte hat der Umweltausschuss des Stadtrates am Donnerstagabend das Neubauvorhaben für das Postbank-Areal an der Kennedyallee um einen weiteren – wenn auch formalen – Schritt vorangebracht. Mehrheitlich beschloss das Gremium die sogenannte frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, wie sie im Bauplanungsrecht vorgeschrieben ist. Obwohl eine inhaltliche Bewertung des Projekts somit nicht Beschlussgegenstand war, blieb die Sorge um den Baumbestand auch jetzt nicht aus.

Unter den Anwohnern geht die Angst um, dass der Grüngürtel mit seinen rund 170 alten Bäumen um das pyramidenförmige Gebäude nahezu komplett dem Neubau zum Opfer fällt. Die Stadt, so ist von kritischen Anliegern zu hören, habe eine Beschlussvorlage erarbeitet, die nur die Belange des Investors verfolge. Dieser plant auf dem Gelände den Neubau von circa 380 Wohnungen sowie Büros und eine Kita.

Ob sich die geplante Tiefgarage unter der gesamten Fläche erstrecken werde und was dies für die Ersatzpflanzungen bedeute, wollten am Donnerstag die Grünen wissen. Denn: Wenn wegen der Tiefgarage keine tiefwurzelnden Bäume infrage kämen, verändere dies den gesamten Charakter des Areals.

Und auch auf die Niederschlagversickerung, so die Grünen, hätte die Tiefgarage Auswirkungen. Laut Verwaltung sehen die Pläne vor, die Tiefgarage an bestimmten Stellen zu unterbrechen, damit auch große Bäume Chancen haben, sich zu entwickeln. „Viele Ersatzpflanzungen“, so die Verwaltung, seien am Rand des Geländes geplant, die Bäume unmittelbar an der Kennedyallee sollen erhalten werden, und die Frage der Regenversickerung, werde man prüfen.