Anwohnerbeschwerden in Godesberg: Ärger über Dauerparker im Villenviertel

Anwohnerbeschwerden in Godesberg : Ärger über Dauerparker im Villenviertel

Ein Anwohner am Arndtplatz fordert ein Verbot für Wohnmobile.

Volkhard Witte, Anwohner am Arndtplatz, ist verärgert. Seit Längerem beobachtet er, dass "Wohnmobile, Wohnanhänger und abgemeldete Fahrzeuge hier parken. Ich weiß zwar, dass im ruhenden Verkehr jedes angemeldete Fahrzeug auf öffentlichen Parkplätzen parken kann. Ich glaube aber dennoch, dass bei den von mir erwähnten Fahrzeugen es nicht sein kann, dass hier der ohnehin geringe Parkraum als Dauerparkplatz genutzt werden kann", sagt er und fordert ein Parkverbot für Wohnwagen und Anhänger an dieser Stelle. Darüber habe er sich auch bei der Stadt Bonn beschwert. Auf "diverse Mails" habe man ihm allerdings bislang nicht persönlich geantwortet.

"Aufgrund der Vielzahl von eingehenden Mails wurde vor längerer Zeit eine automatisierte Antwortmail des Stadtordnungsdienstes installiert", berichtet Stefanie Zießnitz vom Presseamt der Stadt. "Bei allen eingehenden Mails wird der Eingang bestätigt, so auch im vorliegenden Fall. Ein Kontrollauftrag ist unverzüglich an die zuständigen Mitarbeiter erteilt worden", sagt Zießnitz.

Eine persönliche Rückmeldung an Volkhard Witte sei nicht verschickt worden, da der Sachverhalt aus Sicht der Stadt klar und eindeutig war: "Das Ergebnis der beiden Kontrollgänge war, dass dort derzeit zwei Wohnmobile standen beziehungsweise stehen. Der Platz hat keine besondere Kennzeichnung, so dass das Parken dort nicht nur den Autos vorbehalten ist. Beide Wohnmobile sind zugelassen und stehen ordnungsgemäß", so die Sprecherin.

Die Straßenverkehrsordnung sehe keine "Bewegungspflicht" für derartige Fahrzeuge vor. Fahrzeuge müssten lediglich zugelassen sein und über eine gültige Tüv-Bescheinigung verfügen. "Bei einer spontanen Nachkontrolle des Stadtordnungsdienstes Ende August konnten wiederum keine Fahrzeuge ohne Kennzeichen vorgefunden werden", sagt Zießnitz.