Bestand für die nächsten 100 Jahre

Richtfest für neue Gemeindezentrums in Rüngsdorf

die Kinder des Kindergartens singen beim Richtfest der Erlöserkirche v- Rechts Pfarrer Norbert Waschk

die Kinder des Kindergartens singen beim Richtfest der Erlöserkirche v- Rechts Pfarrer Norbert Waschk

Rüngsdorf. Mit der Fertigstellung des Rohbaus in unmittelbarer Nähe der Erlöserkirche in Rüngsdorf ist etwa ein Drittel des Bauvorhabens abgeschlossen. Die Kosten für das Bauprojekt, das voraussichtlich im Herbst 2019 fertiggestellt sein soll, betragen 3,9 Millionen Euro.

„Alles verläuft nach Plan“, freute sich Pfarrer Norbert Waschk am Freitagnachmittag beim Richtfest des neuen Gemeindezentrums der evangelischen Erlöserkirchengemeinde an der Friedrichallee. „Viel ist in den vergangenen Monaten geschehen: Ende Februar der Abriss des alten Pfarrhauses, Mitte Mai war dann die Baugrube fertig, im Juli die Grundsteinlegung“, so Waschk bei der Zeremonie, an der zahlreiche Gemeindemitglieder teilnahmen.

Dabei dankte der Pfarrer Ingenieuren, Architekten, Statikern und Handwerkern für ihre besonderen Leistungen. „Bei unglaublicher Hitze haben Sie alle in den vergangenen Monaten zu dem Baufortschritt beigetragen.“ Stellvertretend für alle Handwerker sprach Polier Markus Wittke den Richtspruch. Besonders stolz durften auch die Kindergartenkinder der Gemeinde sein, die den Richtkranz mit vielen bunten Schleifen versehen hatten. Außerdem sorgten die Kinder auch für die musikalische Untermalung der Feierstunde und sangen fröhlich: „Herein, herein, wir laden alle ein... der Dachstuhl wird bald fertig sein.“

Neue Jugendräume gehören auch dazu

Mit der Fertigstellung des Rohbaus in unmittelbarer Nähe der Erlöserkirche ist etwa ein Drittel des Bauvorhabens abgeschlossen. Die Kosten für das Bauprojekt, das voraussichtlich im Herbst 2019 fertiggestellt sein soll, betragen 3,9 Millionen Euro. Äußerlich wird sich das neue Gemeindezentrum der Optik der Kirche anpassen. Mit viel Holz und Glas soll das Gebäude transparent und lichtdurchflutet wirken. Gleichzeitig wird der Neubau so flach gebaut, dass die Kirche im Vordergrund bleibt.

„Die Menschen freuen sich sehr auf das neue Begegnungszentrum“, so Waschk. „Dort wird insbesondere die Alltagsarbeit stattfinden. Und neue Jugendräume gehören auch dazu.“ Für die größere Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen steht weiterhin der historische Gemeindesaal an der Kronprinzenstraße zur Verfügung. Hinter der Erlöserkirche soll ein Garten mit Bäumen und Bänken entstehen. Außerdem wird es einen direkten Durchgang zum Grundstück des benachbarten Alten- und Pflegeheims St. Vinzenzhaus geben.

Apropos Nachbarn. „Die“, so Waschk, „dürfen sich darauf freuen, dass das Schlimmste, also der Baulärm, vorbei ist. Der Innenausbau wird mehr oder weniger geräuschlos vonstatten gehen.“ Nach einem erfolgreichen Architektenwettbewerb wurde das Projekt vor zweieinhalb Jahren der Öffentlichkeit vorgestellt. „Die Raumaufteilung und die moderne Optik haben uns überzeugt“, so Waschk, der hofft, dass das Gemeindezentrum „hoffentlich 100 Jahre Bestand haben wird.“ Das alte Axenfeldhaus, dessen Sanierung sich nicht mehr lohnte, kam auf 60 Jahre.