Fasanenstraße

Die Residenz der Elfenbeinküste ist verkauft

Die ehemalige Botschafterresidenz an der Fasanenstraße.

RÜNGSDORF. Ein weiteres ehemaliges Botschaftsgebäude hat den Besitzer gewechselt: Die ehemalige Botschaftsresidenz der Elfenbeinküste an der Fasanenstraße in Rüngsdorf fand einen neuen Käufer. Das bestätigte der Bad Godesberger Immobilienmakler Franz Lanzendörfer, der nach eigener Aussage den Alleinauftrag zum Verkauf des Gebäudes besaß. Vorausgegangen waren schwierige Verhandlungen.

Der Putz bröckelt bereits an den Mauer rund um das 1400 Quadratmeter große Grundstück der ehemaligen Boschafterresidenz der Elfenbeinküste. Auch an anderen Stellen wirkt die 685 Quadratmeter große Villa von außen seit längerer Zeit unbewohnt, was auffällt im Vergleich zu den anderen gepflegten Anwesen entlang der Fasanenstraße. Wann genau hier die letzten Bewohner aus dem 1952 gebauten Haus, dass 1976 erweitert und seitdem als Residenz genutzt wurde, ausgezogen sind, kann Makler Lanzendörfer nicht sagen. Wohl aber, dass die ivorischen Diplomaten im Jahr 2000 nach Berlin umgezogen sind und das Gebäude seitdem als Gästehaus genutzt wurde.

Im Sommer 2011 führte Lanzendörfer erste Gespräche mit den Eigentümern. Hintergrund war: Ein Kunde hatte sich für das Haus interessiert. Doch die Verhandlungen gestalteten sich schwierig, so Lanzendörfer weiter: "Der neue Eigentümer wollte das Gebäude zunächst vermieten." Seit Herbst 2011 gehörte einer Bank aus der Elfenbeinküste die Immobilie. Nachdem Lanzendörfer eine Markteinschätzung vorgelegt hatte, aus der hervorging, dass sich die Residenz nicht als Renditeimmobilie rechnet, entschloss sich die Bank im Herbst vergangenen Jahres doch zum Verkauf. Über einen Berliner Rechtsanwalt, der von ivorischen Bank bevollmächtigt worden war, bekam Lanzendörfer den Alleinauftrag, die Residenz zu verkaufen. Rund 40 Interessenten, vom Bauträger bis zum privaten Interessenten, hatten sich das Haus beim ersten und einzigen Besichtigungstermin im Dezember angesehen.

Unter den abgegebenen Geboten entschieden sich die Eigentümer für einen Bieter, doch bis zur Vertragsabwicklung vergingen weitere Monate. "Erst im August war der Notartermin zustande gekommen", so Lanzendörfer. Für welche Summe das Gebäude den Besitzer wechselte, will er aus Vertraulichkeitsgründen nicht sagen. Nach GA-Informationen wurde eine siebenstellige Summe bezahlt. Anlieger, die befürchten, dass das Anwesen einem Neubau weichen muss, kann der Makler beruhigen: "Eine Familie hat das Haus gekauft und die will es auch selber nutzen."