Richtfest für „Siebengebirgsterrassen“: 99 neue Wohnungen für Mieter in Bad Godesberg

Richtfest für „Siebengebirgsterrassen“ : 99 neue Wohnungen für Mieter in Bad Godesberg

Die Soka-Bau hat an der Deutschherrenstraße in Bad Godesberg Richtfest für die ersten 99 Wohnungen gefeiert. Insgesamt werden es 258. Im Januar sollen die ersten Mieter einziehen.

Zum 1. Januar sollen die Mieter in die ersten 99 Wohnungen an der Deutschherrenstraße einziehen. Auch der neue Kindergarten soll dann fertig sein. Beim Richtfest für den ersten Bauabschnitt der „Siebengebirgsterrassen“ bedankte sich Soka-Bau-Vorstand Gregor Asshoff bei allen, die das „neue Wohnquartier in bester Lage“ wachsen lassen. Bisher seien bereits 8000 Kubikmeter Beton und 1000 Tonnen Stahl verbaut worden. Auf dem ehemaligen Gelände des Streitkräfteamtes wurden zudem 80.000 Kubikmeter Erde bewegt.

Die Soka-Bau hatte das 27.000 Quadratmeter große Grundstück bereits 2011 gekauft. Es stand nach dem Auszug von Bundesamt für Zivilschutz und Bundeswehr seit 2006 leer. Fünf Jahre vergingen bis zum ersten Spatenstich. „Sie hatten die Beharrlichkeit, es hier mit der Kommunalpolitik aufzunehmen“, sagte Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke, die sich besonders über die Mischung verschiedener Wohnungsgrößen freut. So sei der Zuzug von jungen Familien ebenso möglich wie der Umzug von Senioren, die eine barrierefreie Wohnung benötigen.

Bürgermeister Reinhard Limbach sieht in dem Bauprojekt einen „wichtigen Baustein für die städtebauliche Entwicklung Bonns“. Es werde nicht nur in angemessener Dichte gebaut, die Stadt begrüße besonders, dass die Wohnungen anschließend vermietet werden.

Die Soka-Bau hat bereits angekündigt, die Wohnungen langfristig zu behalten, schließlich dienen sie zur Absicherung der Beschäftigten in der Baubranche (siehe „Die Soka-Bau“). Der Rohbau für den zweiten Bauabschnitt hat bereits begonnen. Insgesamt entstehen auf dem Areal an der Deutschherrenstraße 258 Wohnungen in acht Gebäuden, 291 Stellplätze und ein viergruppiger Kindergarten. Die Soka-Bau investiert rund 70 Millionen Euro. Die Gesamtwohnfläche von rund 22.000 Quadratmetern entfällt zu 75 Prozent auf Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Außerdem gibt es auch Mieteinheiten mit vier oder fünf Zimmern, die bis zu 140 Quadratmeter groß sind.

Bis zum Einzug im Januar noch viel zu tun

Zwei mittelständische Bauunternehmen, die Firma Schumacher aus Wolfenbüttel und die Firma Frauenrath aus Heinsberg, fungieren als Generalunternehmer. Weil es keinen hölzernen Dachstuhl gibt, konnten die Zimmerleute beim Richtfest auch nicht den traditionellen Nagel einschlagen. Die Richtkrone baumelte an einem der großen Kräne.

Ulf Müller von der Firma Schumacher dankte allen Handwerkern, die motiviert gearbeitet hätten. Es werde ja auch das Geld vieler Bauarbeiter investiert (siehe Kasten). Bei dem für die Branche so wichtigen Projekt werde selbstverständlich viel Wert auf Arbeitssicherheit gelegt. „Wir hatten bisher keine größeren Unfälle“, berichtete Müller.

Bis zum Einzug im Januar ist noch viel zu tun. Deshalb ging es nach einem Imbiss mit Braten und Knödeln direkt wieder an die Arbeit.