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Unfall in Rüngsdorf: 24-Jährige überschlug sich mit Auto auf der Ubierstraße

Unfall in Rüngsdorf : 24-Jährige überschlug sich mit Auto auf der Ubierstraße

Eine junge Frau ist bei einem Unfall in Rüngsdorf eingeklemmt und schwer verletzt worden. Die Anwohner berichten von Rasern.

Es war ein folgenschwerer Unfall, der sich in der Nacht zum Mittwoch auf der Ubierstraße ereignete und bei dem eine 24-Jährige schwer verletzt wurde. Die junge Frau, die mit ihrem Mini in Richtung Römerplatz unterwegs war, kam um 23.03 Uhr nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr in einen geparkten Wagen und schob diesen in ein weiteres Fahrzeug, so die Polizei.

Dabei überschlug sich der Mini der jungen Frau und blieb auf der Gegenfahrbahn auf dem Dach liegen. Die 24-Jährige wurde eingeklemmt. Anwohner, die ihr helfen wollten, konnten sie nicht befreien: Das gelang erst der Feuerwehr, die mit technischem Gerät anrückte. Die Autos mussten abgeschleppt werden, die Polizei schätzt den Schaden auf 37.000 Euro.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch nicht geklärt, allerdings vermuten die Ermittler, dass die 24-Jährige Alkohol getrunken haben könnte. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet, die Ermittlungen hat das Verkehrskommissariat übernommen.

Anwohner gaben an, dass auf der Ubierstraße häufig gerast werde. "Viele fahren hier mit hoher Geschwindigkeit entlang", sagt Helga Holst, die an der Ubierstraße wohnt und durch "einen wahnsinnig lauten Knall" auf den Unfall aufmerksam wurde. Vor einigen Tagen zum Beispiel sei ein Motorradfahrer um 2 Uhr nachts "mit bestimmt mehr als 100 Stundenkilometern die Straße entlang gebrettert".

Zwar könne sie nicht sagen, was die Ursache für den Unfall in der Nacht zum Mittwoch gewesen sei. "Aber es würde schon helfen, wenn der Starenkasten auf der Ubierstraße wieder scharf gemacht würde", meint Holst.

Seit Ende 2007/Anfang 2008 gibt es nur noch eine feste städtische Messstelle: den Godesberger Tunnel. Die anderen Starenkästen sind laut Isabel Klotz vom städtischen Presseamt seitdem außer Betrieb. Die Gründe: zu hohe Wartungs- und Reparaturkosten, Vandalismus- und witterungsabhängige Schäden. "Deswegen haben wir uns für das bessere, mobile Überwachungssystem entschieden", so Klotz. Soll heißen, dass die Stadt seit einigen Jahren vier mobile Messgeräte im Einsatz hat.

Auf der Ubierstraße gab es in diesem Jahr drei Unfälle: ein Vorfahrtsdelikt mit einem Radfahrer, ein Unfall mit einem Autofahrer, bei dem Alkohol im Spiel war, und den aktuellen Fall, sagt Polizei-Sprecherin Daniela Lindemann. Dass auf der Ubierstraße zu schnell gefahren wird, sei der Polizei bekannt. Als Teil der MUK-Strecke (Mittel-, Ubier-, Konstantinstraße), sei die Straße "eine Durchfahrts- und Ausweichstrecke für die B 9. Sie ist somit stark frequentiert". Die Beamten hörten häufig von Anwohnern, dass gerade in den Abend- und Nachtstunden oft zu schnell gefahren werde. "Deswegen führen wir dort auch zu diesen Zeiten häufig Geschwindigkeitskontrollen durch."