Starke Rauchentwicklung: 120 Strohballen standen in Wachtberg in Flammen

Starke Rauchentwicklung : 120 Strohballen standen in Wachtberg in Flammen

In Wachtberg hat es am frühen Montagmorgen einen Brand gegeben. 120 Strohballen sollen laut Feuerwehr in Flammen gestanden haben. Wegen der starken Rauchentwicklung sollten Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten.

Zwei Brände beschäftigten am Montagmorgen die Wachtberger Feuerwehr: Gegen 5 Uhr war eine Strohmiete bei Holzem nahe der L 123 mit rund 120 Ballen in Brand geraten, erklärte Einsatzleiter Markus von Wirtz. „Die Ursache hierfür ist noch unklar.“ Schon 40 Minuten später wurde der nächste Brand gemeldet: Wenige Kilometer Luftlinie entfernt brannte an der Windmühle in Fritzdorf, wo der Ortsfestausschuss am Wochenende zum traditionellen Windmühlenfest eingeladen hatte, gegen 5.40 Uhr das große Festzelt. Die komplette Wand des Zeltes verbrannte dabei. Eigentümer des Zeltes ist der Mailehneverein Fritzdorf. Die Polizei ermittelt nach Auskunft von Polizeisprecher Robert Scholten in beiden Fällen bereits.

Schwierig gestaltete sich vor allem das Löschen der Strohmiete. Das Problem war zum einen die Nähe zu einer Hecke und einer dahinter unmittelbar angrenzenden Folientunnelanlage eines Obstbauers, erklärt von Wirtz: „Hier bestand die Gefahr, dass die Hecke Feuer gefangen und der Brand auf die Folientunnel übergegriffen hätte.“

Zum anderen konnten seine Wehrleute auch die brennende Miete nicht einfach auf dem abgeernteten Stoppelfeld auseinanderziehen: „So hätte die Gefahr eines Flächenbrandes auf dem trockenen Feld bestanden,“ erklärte Einsatzleiter von Wirtz. Also ließen seine Feuerwehrleute die Ballen unter Zugabe von Löschwasser bis gegen Mittag kontrolliert abrennen. Dieses Vorgehen sorgte dafür, dass sich immer wieder sehr viel Rauch entwickelte. Gegen 14 Uhr konnte der Einsatzleiter dann aber schließlich melden: „Das Feuer auf dem Feld bei Holzem ist aus.“ Insgesamt waren an der Einsatzstelle über den Tag verteilt rund 20 Wehrleute im Einsatz.

Nichts mehr tun konnten dagegen die Feuerwehrleute, als sie am Morgen an der Brandstelle an dem Festzelt auf dem Windmühlenplatz in Fritzdorf eintrafen: „Hier hatte das Feuer die Plane des Zeltes zerstört und war dann von selber ausgegangen“, sagte Markus von Wirtz: „So etwas habe ich auch noch nicht gesehen.“ Ein Fahrradfahrer hatte die Feuerwehr alarmiert. Der Schaden ist beträchtlich. Lucas Schimmel, Vorsitzender des Mailehenvereins, schätzt die Summe „auf mehrere tausend Euro“. Er geht davon aus, dass das Festzelt nicht mehr zu gebrauchen ist und ein neues her muss. Ob das die Versicherung bezahlt, sei noch nicht klar, führte Schimmel aus.

Die zeitliche und räumliche Nähe der beiden Brandorte gab am Montag Anlass zu Spekulation, ob möglicherweise in beiden Fällen Brandstiftung im Spiel war. Dazu sagt Rober Scholten, Sprecher der Bonner Polizei: „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wie wir das einstufen.“ Die Brandermittler sei noch bei der Arbeit. Klar sei aber, so Robert scholten weiter, dass geprüft werde, „ob es zwischen beiden Ereignissen einen Zusammenhang gibt“.