400.000 Euro in Instandsetzung investiert: 1. Godesberger Judo Club saniert Halle in Rekordzeit

400.000 Euro in Instandsetzung investiert : 1. Godesberger Judo Club saniert Halle in Rekordzeit

Planungen für die Modernisierung wurden mehrfach verworfen. Anfang des Jahres stand schließlich das Konzept, das die Handwerker umgesetzt haben. So existieren nun eine neue Heizung und Frischwasseraufbereitung samt ausgetauschten Rohren.

Der Zustand in der Turnhalle Im Gries war für den Verein nicht mehr zu verantworten: Sie hatte Glasfenster und Heizkörper an den Wänden. „Sie war nicht wirklich verkehrssicher“, sagt Marwan Hamdan, Vorsitzender des 1. Godesberger Judo Clubs (GJC). Doch das ist Schnee von gestern. In nur wenigen Wochen im Sommer verwandelte sich alles in eine Sportstätte, in der es Spaß macht zu trainieren.

Nach Auskunft von Sprecher Reinmar Götz gehört die 1984 erbaute Halle dem Verein. Sie steht auf einem städtischen Grundstück, das der Club nach dem Erbbaurecht gepachtet hat. „Sie war dringend sanierungsbedürftig“, sagt er. Die Probleme hätten in den vergangenen Jahren vor allem bei der Heizung, den sanitären Einrichtungen und der Trinkwasserversorgung gelegen, so Michael Fengler vom Vorstand. Der Verein hat rund 400.000 Euro in die Sanierung investiert. Was die sportliche Infrastruktur angeht, gab die Verwaltung einen Zuschuss über 50 Prozent. Geld gab es auch von der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Es flossen Rücklagen in den Bau, 100.000 Euro werden am Ende nun finanziert.

Prallschutz an den Wänden

Planungen für die Modernisierung gibt es schon seit 2015, sie wurden allerdings mehrfach verworfen. Anfang des Jahres stand schließlich das Konzept, das die Handwerker in Rekordzeit umsetzten. So existieren nun eine neue Heizung und Frischwasseraufbereitung samt ausgetauschten Rohren. „Die Hallenbeleuchtung und die der Nebenräume wurden komplett auf LED umgestellt“, sagt Fengler. Zur neuen Be- und Entlüftung kommt auch noch ein Prallschutz an den Wänden und vor den Materialschränken an der Wand. Auch die Duschen und Toiletten sind jetzt in einem modernen Zustand. Der Club hat nun schon seine ersten Kampftage ausgerichtet. „Gäste und Kampfrichter waren begeistert“, sagt Fengler. „Man beneidet uns um den Zustand der Halle.“

Trainingsbetrieb läuft sieben Tage die Woche

Der Godesberger Judo Club hat derzeit rund 900 Mitglieder, von denen etwa 700 aktiv trainieren. Sie sind zwischen anderthalb und 85 Jahre alt. Den größten Teil machen die Kinder und Jugendlichen aus, von denen es 600 bis zum Alter von 20 Jahren gibt. Der Trainingsbetrieb läuft sieben Tage die Woche. Besonders praktisch für Schüler ist der Hausaufgabenraum, sodass sie nach der Schule, ohne nach Hause zu müssen, direkt auf die Matte können.

Die größte Abteilung des GJC ist die Judoabteilung, es gibt aber auch noch Taekwondo, Jiu Jitsu, Ninjutsu und Fitnessangebote wie Zumba, Eltern-Kind-Turnen, Step-Aerobic, Yoga und Pilates. „Wir haben in unserem eigenen Dojo eine riesige permanente Mattenfläche, auf Wunsch teilbar, zusätzliche Weichbodenmatten, Seile, Bälle, einen eigenen Kraftraum und eine Sauna“, teilt der Verein mit. Der hat auch schon weitere Pläne: Als Nächstes soll der Gemeinschaftsraum neu gestaltet werden.

Weitere Informationen auf www.gjc.de

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