Auflagen für Investor gefordert

Bonner Politiker wollen Bäume am Zurich-Areal erhalten

Die Luftaufnahme zeigt links das Hotel Bristol, daneben das "Schlösschen" und die Bauten aus den1970er und1980er Jahren an der Poppelsdorfer Allee. Rechts daneben liegt das denkmalgeschützte Herold-Gebäude von 1949, das sich um die Ecke weiter am Bonner Talweg erstreckt.

Die Luftaufnahme zeigt links das Hotel Bristol, daneben das "Schlösschen" und die Bauten aus den1970er und1980er Jahren an der Poppelsdorfer Allee. Rechts daneben liegt das denkmalgeschützte Herold-Gebäude von 1949, das sich um die Ecke weiter am Bonner Talweg erstreckt.

Bonn. Wie geht es mit dem ehemaligen Areal des Versicherers Zurich weiter? Die Bonner Bezirksvertretung will die Bäume dort erhalten - und dem Investor weitere Auflagen machen.

Die Bäume auf dem Areal des ehemaligen Zurich-Geländes sollen soweit wie möglich erhalten bleiben. Das hat die Bonner Bezirksvertretung mehrheitlich auf Antrag der Jamaika-Koalition beschlossen. Zudem fordern CDU, Grüne und FDP, dass bei einem möglichen Abriss des heutigen Hotels Bristol an der Prinz-Albert-Straße weiterhin entweder ein Hotel oder ein gehobener gastronomischer Betrieb entstehen sollen.

Das Hotel hat noch bis 2029 einen Mietvertrag. Der Investor des Baugebiets, die Corpus Sireo Real Estate GmbH, soll außerdem die Bauphasen so planen, dass die Kindertagesstätte Südstadtpänz bis ins Jahr 2020 an der Heinrich-von-Kleist-Straße bleiben kann. Die zweigruppige Kita soll damit Zeit auf der Suche nach einem Ausweichstandort gewinnen. Ziel sei es, dass die Elterninitiative nach Ende der Bauzeit wieder zurück auf das Areal ziehen kann.

Diese drei Punkte wären Bürgern schon auf der ersten Veranstaltung der Stadt zum Bebauungsplan wichtig gewesen, so die Koalition. Die Verwaltung soll sie in den städtebaulichen Vertrag zum Bebauungsplan aufnehmen. Die Offenlage des Bebauungsplans hat der Planungsausschuss am Mittwochabend mit breiter Mehrheit beschlossen. Corpus Sireo plant in dem Karree an der Poppelsdorfer Allee sowohl neue Wohnungen als auch Büroräume. Der Entwurf des Bebauungsplans legt das Baugebiet als urbanes Gebiet fest, das beides zulässt.