Tief in NRW

Sturm sorgt für Zugausfälle und Verkehrsbehinderungen

Autos fahren langsam durch eine tiefe Pfütze die sich durch Starkregen auf einer Straße gebildet hat. (Symbolbild)

Autos fahren langsam durch eine tiefe Pfütze die sich durch Starkregen auf einer Straße gebildet hat. (Symbolbild)

09.03.2019 Bochum. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 115 Stundenkilometern fegt Sturm Dragi über NRW hinweg. Zahlreiche Bäume halten nicht stand - vor allem im Bahnverkehr sorgt das zeitweise für Probleme.

Mit Sturmböen und Gewitter hat Sturmtief Dragi am Samstagnachmittag in Nordrhein-Westfalen für Probleme im Bahnverkehr und auf den Straßen gesorgt. Mehrere Bahnstrecken mussten wegen Sturmschäden gesperrt werden. Behinderungen gab es auch auf der Autobahn 40: Bei Bochum stürzte ein Baum auf die Fahrbahn, Autofahrer standen gut eine Stunde lang im Stau. Zeitweise warnte der Landesbetrieb Straßen.NRW vor überfluteten Fahrbahnen auf dem Ruhrschnellweg.

„Vor allem in der Mitte und im Norden Nordrhein-Westfalens kommt es zu Windstärken bis zu 115 Stundenkilometern“, warnte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Essen. In Wuppertal wurde am Nachmittag wegen der Sturmwarnung der Zoo geschlossen. Wegen der vielen alten Bäume sei die Gefahr sonst zu groß, teilte die Stadt mit.

Im Bahnverkehr gab es vor allem im nördliche Teil Nordrhein-Westfalens Probleme. Zwischen Herne und Gelsenkirchen wurde der Zugverkehr der Regionalbahn 43 wegen Unwetterschäden gestoppt. Zwischen Haltern am See und Sythen fiel ein Baum ins Gleis, so dass die Züge der Linien RE2 und RE42 die Strecke nur eingleisig passieren konnten. Zwischen Münster und Altenberge blockierte ebenfalls ein Baum die Strecke. Abellio meldete Ausfälle auf der Regionalbahn-Linie 46 zwischen Bochum und Gelsenkirchen. Dort war die Oberleitung beschädigt. Bei der Eurobahn gab es Ausfälle auf der Linie RB59 zwischen Soest und Dortmund. Auf der Strecke zwischen Köln und Siegen sorgte ein Sturmeinsatz der Feuerwehr für Ausfälle beim RE9 zwischen Wissen und Au.

Im Laufe des Samstagabends sollten Wind und Regen laut Deutschem Wetterdienst nachlassen. Am Sonntag drohten aber vor allem in der Südhälfte NRWs erneut schwere Sturmböen. Und dann könnte sogar der Winter zurückkommen: Ab Sonntagabend halten die Meteorologen in Regionen ab 200 Höhenmetern Schnee für möglich. „Am Montag haben wir dann ausgeprägtes April-Wetter“, sagte der Meteorologe. Zwischen den Schauern könne vereinzelt die Sonne scheinen. Echter Frühling sei erstmal nicht zu erwarten. (dpa)