Viel zu trocken

Februar mit Temperaturrekord in Bonn

Sonnenbad bei Rekordtemperaturen von mehr als 20 Grad vor dem Poppelsdorfer Schloss.

Sonnenbad bei Rekordtemperaturen von mehr als 20 Grad vor dem Poppelsdorfer Schloss.

Bonn. Der vergangene Februar war in Bonn viel zu trocken und zu warm. Am 27. Februar fiel zudem ein Temperaturrekord.

Die Sonne übertraf ihr Monatssoll um 60 Stunden. Überdies fehlten 18 Liter Regen je Quadratmeter zum Monatssoll. Das geht aus den Daten der Wetterstation Endenich der Uni Bonn hervor.

Temperatur: Der Februar wies eine Durchschnittstemperatur von 6,9 Grad auf. Damit belegt er Platz acht in der Bonner Wetterhistorie seit 1895. Den mildesten Februar erlebte Bonn 1990 mit durchschnittlich 8,2 Grad, 1956 gab es den kältesten Februar mit minus 7,4 Grad. Im letzten Februar-Drittel brach der Vorfrühling aus. Dabei wurde am 27. mit 22,1 Grad der wärmste Februartag seit 1895 registriert.

Sonne: Die relativ stabilen Hochs über Mitteleuropa hielten die regenreichen Westwinde fern, und die Sonne schien mit 140 Stunden fast doppelt so lang wie in den vorhergegangenen Wintermonaten zusammen. Nur in den Jahren 2003 (156 Stunden) und 1975 (155 Stunden) schien sie länger.

Niederschlag: Hinsichtlich der Niederschläge verfehlte der Februar sein Monatssoll deutlich: Nur 20 Liter Regen und Schnee fielen an elf Tagen. 18 Liter fehlten zum Monatssoll. Damit gehörte der Februar 2019 zu den 30 trockensten Monaten der vergangenen 170 Jahre.

Winter 2018/2019: Der vergangene Winter hatte eine Durchschnittstemperatur von 5,3 Grad, 0,9 Grad mehr als der vorhergehende. Die höchste Temperatur wurde mit 22,1 am 27. Februar gemessen, am 21. Januar mit minus 7,3 Grad die tiefste. Zudem war er überaus sonnig. Die Sonne schien 227 Stunden, 49 Stunden mehr als im Durchschnitt. Bei den Niederschlägen war der Winter eher ergiebig: 186 Liter pro Quadratmeter bedeuten 42 Prozent mehr als im langjährigen Mittel. Damit nimmt er Platz 23 in 170 Jahren ein.

März-Vorschau: Im März wächst die Tageslänge um fast zwei Stunden, am 1. März betrug sie zwischen Sonnenauf- und untergang elf Stunden, am 31. werden es zwölf Stunden und 56 Minuten sein. An diesem Tag beginnt auch die Sommerzeit.

März-Historie: Über die vergangenen 125 Jahre hinweg betrug die mittlere März-Temperatur 6,1 Grad. Dazwischen gibt es eine große Spannweite: Der bisher kälteste März war der März des Jahres 1962 mit 2,5 Grad im Durchschnitt, der wärmste im Jahr 2017 mit 10,3 Grad. Auch die absoluten Temperaturen in der Historie sind beeindruckend: Sie schwankten zwischen minus 15 Grad (13. März 1934) und 25,7 Grad am 30. März 1998 – eine Differenz von mehr als 40 Grad.