Ausgerechnet am Freitag den 13.

Blutregen für Bonn und die Region vorausgesagt

Am Montag lässt der Regen deutlich nach.

Symbolbild

Bonn. Er gilt als schauriges Phänomen - der Blutregen. Im Mittelalter sah man ein großes Unheil kommen. Ausgerechnet an diesem Freitag, dem 13., kann es auch in Bonn und der Region zu Blutregen kommen. Wir verraten, was dahintersteckt.

Grundsätzlich sind die Wetteraussichten für Freitag den 13. gut. Nur punktuell kann es in Bonn und der Region regnen. "Das Wetter schert sich nicht um solche Tage", sagt der Bonner Wetterexperte Karsten Brandt. Sogar die Sonne könne hier und da hervorlugen.

Kommt es zu örtlichen Schauern, kann sich darin der in der Luft befindliche Sand der Sahara mischen. Dieser wird vom Wind in großen Höhen über das Mittelmeer nach Europa gebracht. "Die Regentropfen nehmen in einer Höhe von etwa 2000 Metern alles auf, was sich ihnen in den Weg stellt, ähnlich eines Staubsaugers", sagt Brandt. Weil der Sand rötlich ist, wird dieses Phänomen als "Blutregen" bezeichnet. Im Mittelalter sahen die Menschen mangels wissenschaftlicher Erklärungen Horrorszenarien kommen.

Doch ganz so schlimm wird es nicht kommen, auch wenn der "Blutregen" ausgerechnet für Freitag den 13. mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 30 Prozent angesagt ist. Schlimmer dagegen wird es für Allergiker. Denn neben dem roten Sand befinden sich etliche Pollen in den Regentropfen. Vor allem von Erle und Birke. "Diese befinden sich in einer Höhe von etwa 1000 Metern und werden von den Regentropfen mit auf den Weg nach unten genommen", so Brandt.

Für den Betrachter bleibt dieser Vorgang weitgehend unsichtbar. Die Regentropfen sehen kaum anders aus als normalerweise, wie Brandt erklärt. Zu sehen sind nur die Rückstände - beispielsweise auf dem Auto oder den Terassenmöbeln. Die Auto-Waschanlagen dürften am Wochenende um einiges voller werden.