Schwarze Nasen bringen Glück

Die Schonsteinfegerinnen Maja Braun (links) und Sophia Schmahl verpassen Luca (8) und seinem Vater Burghard Klimaschewski schwarze Nasen als Glücksbringer.

Die Schonsteinfegerinnen Maja Braun (links) und Sophia Schmahl verpassen Luca (8) und seinem Vater Burghard Klimaschewski schwarze Nasen als Glücksbringer.

Viele machen mit: "Malaktion" der Schornsteinfeger. Auktion beim Stammtisch "Nordkurve".

Davon, was das neue Jahr denn so bringen soll, hat ja naturgemäß jeder eine andere Vorstellung: Vom Wunsch nach Weltfrieden und Glück für jedermann über eine gute Gesundheit bis hin zu sehr konkreten Begehrlichkeiten, wie der nach einem neuen Hoverboard, reichten denn auch die Wünsche der Passanten, die sich am Samstag vor Silvester in der Bonner Innenstadt von Schornsteinfegern Glück wünschen ließen.

Zum "Schwarze-Nasen-Tag" hatte die Kreisgruppe Bonn der Schornsteinfeger aufgerufen und jeder der wollte, konnte sich von den traditionell als Glücksbringer bekannten Kehrleuten mit Ruß die Nase schwarz malen lassen. So wie Corinna Busch: „Ich bin nicht abergläubisch, aber ich glaube an Bestimmung und Schicksal und dass alles im Leben seinen Sinn hat“, erklärte die 49-jährige PR-Beraterin aus Bonn.

Sie hatte sich ihre Nase von Schornsteinfeger Jörg Recki mit schwarzem Ruß verschönern lassen. Sie wünsche sich, dass alle Menschen das Glas immer halb voll und nicht halb leer sähen.

Mit so globalen Wünschen wusste die jüngere Generation wenig anzufangen. Warum auch, wenn der Vater Schornsteinfeger ist, dachte sich die zwölfjährige Gina: „Ich wünsche mir ein Einhorn und vielleicht noch einen Hund“, erklärte sie, nachdem Papa Armin Kohlhoff ihr und ihrem zehnjährigen Bruder Nick eine schwarze Nase verpasst hatte.

Zum ersten Mal fand die Aktion in diesem Jahr im Bonner Zentrum statt: Man habe die Idee der Kölner Kollegen gerne für die Bundesstadt übernommen, erläuterte der Initiator Thomas Göttner. 5000 Euro hatte die Kreisgruppe im Vorfeld gesammelt, die je zur Hälfte an die Aktion Weihnachtslicht und an die „Glückstour“ zugunsten krebskranker Kinder gehen. Wer wollte, konnte den Betrag mit einer Spende erhöhen. Dabei sind noch einmal 618,27 Euro für das GA-Hilfswerk zusammengekommen.

Die schwarzen Nasen kamen gut an: "Das ist ja eine wundervolle Idee", sagt Burghard Klimaschewski während er sich mit seinem zehnjährigen Sohn Luca von den Meisterinnen in spe, Sophia Schmahl und Maja Braun, eine schwarze Nase pudern lässt. „Ich wünsche mir ein Hoverboard“ antwortete der spontan auf die Frage nach seinen Neujahrswünschen. Ein kurzes Zucken im Gesicht des Vaters konnte Zweifel wecken, ob er die Aktion immer noch uneingeschränkt begrüßte.

Hoch her ging es beim Weihnachtsessen des Stammtischs „Die Nordkurve“, in der Traditionsgaststätte "Op de Miel" in Bonn: Denn "Auktionator" Klaus-Peter Schmitt hatte wieder zu der traditionellen amerikanischen Versteigerung zugunsten der Aktion Weihnachtslicht aufgerufen. Nach mehr als vier Stunden waren alle Objekte an den Mann oder die Frau gebracht. Neben Fußballtrikots, Actionkameras und Pittermännchen, fand auch ein Steiff-Teddy einen neuen Besitzer.

Das GA-Hilfswerk freut sich mit den Stammtischlern und ihren Gästen über die Spende in Höhe von 533 Euro. veh

Sonderbriefmarken der Aktion Weihnachtslicht

Er ist ein geradezu philatelistisches Meisterstück – der Briefumschlag, den jetzt die Weihnachtslicht-Redaktion erhielt: Alle sechs Weihnachtslicht-Briefmarken, von der „Weißen Marke“ des Jahres 2012 bis zur "Petrol-Marke", die in diesem Jahr erschienen ist, hatte der Absender, der um Vertraulichkeit bat, auf den Umschlag geklebt und mit dem Sonderstempel "Bonner Weihnachtsmarkt" schmücken lassen.

 

"Die Marken gefallen mir sehr gut", sagte der 79-jährige promovierte Diplom-Ingenieur im Telefongespräch dem Vorsitzenden des Vereins Weihnachtslicht, Bernd Leyendecker. Und als begeisterten Philatelisten habe es ihn gereizt, alle Marken auf einem Umschlag zu vereinen – „als Baustein für Sammlungen“. Der langjährige GA-Abonnent äußerte sich zudem sehr positiv über das GA-Hilfswerk: „Das ist wirklich eine tolle Einrichtung.“ Übrigens: In dem Umschlag lag noch – oldschool – ein Scheck. Die Aktion Weihnachtslicht sagt: Danke.

Die aktuelle „Petrol-Marke“ gibt es in allen Geschäftsstellen des General-Anzeigers zu kaufen – für zwei Euro das Stück; das Geld fließt komplett in die Weihnachtslicht-Kasse.