Ausbildung

Medienkaufleute Digital und Print

Wer an der Arbeit im Verlagswesen interessiert ist, sollte sich die Ausbildung für Medienkaufleute Digital und Print genau ansehen. Sie könnte der richtige Einstieg ins Berufsleben sein. Dieser Beruf bringt viel Abwechslung mit sich.

Ursprünglich unter dem Titel Verlagskaufmann/-frau wird die Ausbildung zum/-r Medienkaufmann/-frau Digital und Print den neuen Anforderungen der Medienbranche gerecht. Viele Unternehmen müssen sich sowohl auf dem Werbe- als auch auf dem Kundenmarkt behaupten und brauchen dafür ausgebildete Fachkräfte, die heute Medienkaufleute Digital und Print genannt werden.

Medienkaufleute sind die Stütze eines jeden Verlags. Sie ermöglichen dem Verlag die Erfüllung seiner unternehmerischen Ziele: das publizieren von Erzeugnissen in Bild, Ton und Schrift.

Medienkaufleute organisieren also alle Prozesse zwischen Redaktion, Druckerei und Kunden. Sie sorgen für die finanzielle Basis, indem sie Anzeigen und Werbespots akquirieren oder den Vertrieb der Produkte organisieren.

Die Ausbildung zur/-m Medienkauffrau/-mann ist umfangreich und vermittelt neben der Herstellung von Medienprodukten auch Inhalte aus dem Marketing und dem Vertrieb. Auch die wirtschaftliche und kaufmännische Ausbildung spielt dabei eine große Rolle.

Sodass mit dem Abschluss der Ausbildung:
  • Medienprodukte und deren Herstellung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten abgewägt und bewertet werden können
  • das Erstellen und Planen von Marketingkampagnen problemlos von der Hand geht
  • nach umfassender Beratung die Anzeige eines Kunden in das Medium integriert werden kann.

Bewerber sollten damit neben Interesse an Medien und deren Produkten auch kaufmännisches Denken und rechnerische Fähigkeiten mitbringen. Außerdem spielen kommunikative Fähigkeiten im späteren Berufsfeld eine wichtige Rolle. Und auch das Erkennen von Trends und der Umgang mit neuen Technologien sind in diesem Geschäftsfeld von besonderer Bedeutung.

Die Ausbildung zum/-r Medienkaufmann/-frau Digital und Print dauert in der Regel drei Jahre. Sie erfolgt typischerweise in dualer Form, findet also in Kombination aus Betrieb und Berufsschule statt. Rein rechtlich gibt es keine Voraussetzung für die Ausbildung, allerdings besitzen statistisch gesehen etwa 75 % aller Azubis das Abitur.

Medienkaufleute sind im späteren Berufsleben oft in allen Bereichen einer Medienproduktion involviert. Die Ausbildung macht Azubis sowohl mit der Herstellung von Medienprodukten als auch mit dem Marketing und dem Vertrieb vertraut. Hier spielt auch die wirtschaftliche und kaufmännische Ausbildung eine große Rolle. Unter anderem lernen die Auszubildenden Medienprodukte und deren Herstellung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten abzuwägen und zu bewerten. Aber auch das Erstellen und Planen von Kampagnen oder Produkten und die Buchhaltung sind von großer Bedeutung und nehmen einen wichtigen Platz in der Ausbildung ein.

Gleiches gilt für das Anzeigenwesen. Medienunternehmen verkaufen oft nicht nur Medienprodukte wie Zeitschriften oder Bücher, sondern auch Anzeigen. So lernen die Azubis also auch mit Werbekunden umzugehen. Die vermittelten Inhalte befassen sich sowohl mit dem Verkauf von Werbeanzeigen als auch mit der Verwaltung und Datenpflege.

Nach Abschluss der Ausbildung arbeiten Medienkaufleute bevorzugt in Verlags- und Medienunternehmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich weiter zu bilden. Potenzielle Wege sind beispielsweise die Weiterbildung zum Betriebswirt für Medien oder zum Medienfachwirt. Und auch ein Studium ist denkbar. Als (berufsbegleitende) Studiengänge bieten sich beispielsweise Medienwirtschaft, Buchhandel und Verlagswirtschaft, Medienwissenschaft oder Betriebswirtschaftslehre an. Durch einen Bachelor-Abschluss eröffnen sich im Anschluss weitere Karrieremöglichkeiten.

  • Dauer: in der Regel drei Jahre - Verkürzung auf zwei Jahre möglich
  • System: typischerweise in dualer Form, also in Kombination aus Betrieb und Berufsschule

Was für ein Gehalt bei der Ausbildung gezahlt wird, hängt von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise der Region, Tarifgebundenheit und Größe des Unternehmens ab. Daher sind die folgenden Angaben nur als Richtlinie zu verstehen. Beim General-Anzeiger werden die Auszubildenden nach dem Tarifvertrag entlohnt.

  • 1. Ausbildungsjahr: € 714
  • 2. Ausbildungsjahr: € 833
  • 3. Ausbildungsjahr: € 980
Nach der dreijährigen Ausbildung und bei Tarifbindung liegt das Einstiegsgehalt im bundesweiten Durchschnitt bei ca. 2000 Euro brutto. ( Stand Okt. 2017)