Fünf starke Zentren in einer starke Region

Die Präsenzhochschulen an Rhein, Sieg und Ahr stellen sich vor: die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, der RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz, die Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn und die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Ohne seine Universität wäre Bonn kaum denkbar: Die Hofgartenwiese samt dem Hauptgebäude ist eines der Wahrzeichen der Stadt, die Uni einer der größten Arbeitgeber der Region und das Straßenbild wäre um viele Menschen ärmer, wenn es die Institution mit dem stolzen offiziellen Titel „Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität“ nicht gäbe.

Allein die Zahlen sind beeindruckend: 35.619 Studierende können im laufenden Wintersemester aus mehr als 200 Studienfächern wählen. 4000 Studierende kommen aus dem Ausland. Sie alle werden von 555 Professoren betreut (inklusive den Medizinern). Insgesamt beschäftigt die Universität rund 6300 Menschen.

Bonn ist durch seine wichtigste Bildungseinrichtung lokal und weltweit vernetzt: Allein 70 Partneruniversitäten sind auf allen fünf Kontinenten verteilt, hinzu kommen mehrere Tausend gemeinsame Forschungsvorhaben mit Partnergruppen rund um den Globus.

Zudem bestehen enge Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen vor Ort. Forschung und Lehre profitieren dabei von der intensiven Zusammenarbeit mit den anderen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen der Region, etwa dem Forschungszentrum caesar, diversen Max-Planck-Instituten, dem Forschungszentrum Jülich oder dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Neben dem breiten Studienangebot sind etwa das Hausdorff Center for Mathematics oder das Exzellenzcluster im Bereich der Immunologie zwei Beispiele für Spitzenforschung, die an der Uni Bonn durch die Exzellenzinitiative des Bundes gefördert wird.

 

Aktuell bereiten sich leistungsstarke Fachbereiche auf die Antragstellung im nationalen Forschungscluster-Wettbewerb vor. Die gesamte Universität macht sich auf den Weg, um sich für die nächste Runde der Exzellenzinitiative optimal zu positionieren.

Neue Akzente werden auch in der Lehre gesetzt: Um die elektronischen Lehr- bzw. Lernformate weiter zu fördern, wird die Universität in Zukunft jährlich einen Preis „Impulse für digitale Lehre“ vergeben.

Eine große finanzielle Herausforderung für Universität und Land werden in den nächsten zehn Jahren Ersatzneubauten und Gebäudemodernisierungen darstellen. Auch die Themen Nachhaltigkeit und Mobilität werden besonders im Fokus stehen. Durch den Aufbau einer Kontaktstelle Wirtschaft werden aktiver Wissenschaftstransfer, die Förderung von Unternehmensgründungen und die Etablierung neuer Karrierewege für Studierende und Nachwuchswissenschaftler weiterentwickelt.

Hiermit wird die Universität ihre regionale Verankerung weiter stärken und die Verbindung zur Stadtgesellschaft vertiefen.

2018 wird die Universität Bonn 200 Jahre alt: eine global vernetzte, traditionsreiche Universität, die eng verwoben ist mit Stadt und Region. Aber auch eine sich wandelnde Universität, die sich dynamisch weiterentwickelt, um den Anforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.

 

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) begann 1995 ein in der Bundesrepublik bislang einmaliges Experiment: Im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs wurde eine vom Bund finanzierte Hochschule gegründet, um den Wandel der Region weg von einer Verwaltungsregion hin zu einer Wissensregion zu unterstützen. Gestartet als Lehr- und Forschungsinstitution für 2.500 Studenten, schreibt die H-BRS seitdem ihre Erfolgsgeschichte fort.

 

Ihr Portfolio an Studiengängen hat sich auf rund 30 aufgefächert, darunter sind sechs Studiengänge auf Englisch. Die Hochschule zeichnet sich neben grundständigen Studiengängen durch eine Vielzahl spezialisierter Studiengänge wie Technikjournalismus, Biomedical Sciences oder Naturwissenschaftliche Forensik aus, die sehr gezielt auf bestimmte Karrierewege vorbereiten.

Mehr als 8.100 Studierende lernen heute an der H-BRS, bis zu 10.000 sollen es laut Hochschulpräsident Hartmut Ihne in den Hochschulstädten Sankt Augustin, Rheinbach und Hennef bis 2020 werden. In Bonn betreibt die H-BRS gemeinsam mit der RWTH Aachen, der Universität Bonn und der Fraunhofer Gesellschaft das Bonn-Aachen International Center for Information Technology (b-it), eines der führenden Lehr- und Forschungsinstitute für Informatik in Europa.

Die H-BRS ist als „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ der konsequenten Verzahnung von wissenschaftlicher Erkenntnis und Anwendungsorientierung auf hohem Niveau verpflichtet. Mehr als 150 Professoren lehren und forschen an der Hochschule, hinzu kommen rund 400 Lehrbeauftragte aus der Praxis.

Die klare Fokussierung auf die Anwendbarkeit des erforschten Wissens zeigt sich unter anderem in den zahlreichen regionalen und überregionalen Kooperationen der H-BRS. Aktuell treibt die Hochschule gemeinsam mit mehr als 50 Unternehmen Projekte aus Forschung und Entwicklung voran.

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützen im Gegenzug Studierende der Hochschule mit einem Deutschlandstipendium, derzeit werden etwa 125 Stipendien finanziert.

 

Neben der Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Region versteht sich die H-BRS als Inkubator und Gründerzentrum in der Wissensregion Bonn/Rhein-Sieg. Der hochschuleigene „BusinessCampus“ hat in den vergangenen Jahren zirka 100 Unternehmen begleitet, fast 40 junge Unternehmerinnen und Unternehmer sind derzeit Mieter im BusinessCampus.

Damit genügend Raum für die wachsende Studierendenschaft und den Ausbau der Forschungs- und Gründungsaktivitäten vorhanden ist, investiert die H-BRS aktuell 36 Millionen Euro in Erweiterungsbauten in Sankt Augustin und Rheinbach. Als eine Besonderheit entsteht das sogenannte „Zentrum für angewandte Forschung“ (ZAF), das Unternehmen und Hochschule in einem ganz neuen Rahmen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte zusammenbringen wird.

 

RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz

Der RheinAhrCampus in Remagen ist einer von drei Standorten der Hochschule Koblenz und wurde im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs gegründet. Als Standort der akademischen Bildung junger Menschen sowie der berufsbegleitenden Weiterbildung erfahrener Personen ist der RheinAhrCampus ein Nukleus der Karrierebildung und anwendungsorientierten Forschung mit deutschlandweiter und internationaler Vernetzung.

 

Die rund 2800 Studierenden bewegen sich auf einem hellen, familienfreundlichen Campusgelände. Mit den Lehrenden der Hochschule und Unternehmen der Region findet ein kreativer, dynamischer Austausch auf Augenhöhe statt.

Die starke Praxisverbundenheit des Studiums und die Vermittlung fächerübergreifender Kenntnisse in den beiden Fachbereichen „Mathematik und Technik“ sowie „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ vermitteln den Studierenden ein breites Basiswissen und bereiten sie auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vor. Ziel ist es, die Absolventinnen und Absolventen zu gefragten Spezialistinnen und Spezialisten in zukunftsträchtigen Branchen zu machen.

Zu den Besonderheiten des Campus gehören die berufsbegleitenden Fernstudiengänge und das Weiterbildungszentrum der Hochschule Koblenz. Der Fernstudiengang Master of Business Administration zählt zu den größten Deutschlands.  Er öffnet nach fünf Semestern die Türen ins mittlere und gehobene Management.

Das Weiterbildungszentrum vernetzt das Know-how der Hochschule mit den Anforderungen der Wirtschaft und entwickelt hochwertige Qualifizierungsmaßnahmen für ein lebenslanges Lernen in einer von stetigen Veränderungen geprägten Arbeitswelt.

Zahlreiche drittmittelfinanzierte Forschungs- und Praxisprojekte zeugen von der hohen Forschungskompetenz der Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftlich Mitarbeitenden. Auch an dieser Stelle spielt der Anwendungsbezug in Form von Unternehmenskooperationen eine zentrale Rolle.

In zwei Forschungsschwerpunkten der Hochschule Koblenz, die sich aus fachbereichsübergreifenden Forschungsgruppen zusammensetzen, gehören den Wissenschaftsteams auch Doktorandinnen und Doktoranden an. Diese werden in Kooperation mit Universitäten ausgebildet. Das Graduiertenzentrum unterstützt die Doktorandinnen und Doktoranden aller Fachbereiche der Hochschule Koblenz.

Mit circa 40 Partnerhochschulen im Ausland ist der RheinAhrCampus auch international vernetzt. Studierenden wird durch den Bereich „Sprachen/Internationales“  die Möglichkeit für Auslandspraktika und -semester geboten. Wissenschaftler von international kooperierenden Hochschuleinrichtungen sind zudem ein fester Bestandteil der Lehr- und Forschungsaktivitäten am RheinAhrCampus.

 

Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn

Die Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH) versammelt unter ihrem Dach drei voneinander unabhängige Hochschulbereiche mit insgesamt mehr als 9500 Studierenden und versteht sich als Wegbereiter für internationale Karrieren.

Im Angebot der privaten Hochschule sind das Campusstudium mit internationaler Managementausrichtung, das Duale Studium mit Bachelorstudiengängen bestehend aus Theorie und Praxis im wöchentlichen Wechsel, sowie das Fernstudium, in dem vor allem ein breites betriebswirtschaftliches Spektrum dominiert, von Marketing über Gesundheitsrecht bis zu Wirtschaftsrecht.

 

Die Ausrichtung der Hochschule, die neben ihrem Campus in Bad Honnef noch acht weitere Standorte in ganz Deutschland betreibt, ist sehr branchenspezifisch. An den Campen der IUBH School of Business and Management in Bad Honnef, Bad Reichenhall und Berlin heißen die englischsprachigen Bachelor- und Masterstudiengänge beispielsweise Tourismus, Hotellerie oder Aviation, also Luftfahrt.

Viele Absolventen steigen nach ihrem Abschluss in große internationale Organisationen ein. An der Business School sind etwa 2.000 Studierende aus über 85 Nationen eingeschrieben, die von rund 100 Professoren und Lehrbeauftragten mit meist internationalem Background betreut werden - die Hochschule wird ihrem Namenszusatz „International“ also auch vor Ort schon gerecht.

Neben der School of Business and Management bietet die IUBH in Bad Honnef auch ein duales Studium an: In den Bereichen Marketing Management und Tourismuswirtschaft können sich Abiturienten ganz praxisnah ausbilden lassen - denn sie wechseln während ihres Studiums wöchentlich zwischen Vorlesungssaal und Praxisunternehmen.

Nach sieben Semestern können sie mit Bachelorabschluss und Berufserfahrung richtig in den Job einsteigen, zum Beispiel in einer Werbeagentur, bei einem Onlinevertrieb oder in der Hotellerie.

Obwohl die IUBH eine private Hochschule ist, fallen im dualen Studium keine Studiengebühren an, denn die werden vom Praxisunternehmen übernommen.

Das Besondere an der IUBH: Die Suche nach einem Praxisunternehmen für den praktischen Teil des Studiums übernimmt die Hochschule. Dabei kann sie auf ein großes Netzwerk von bereits über 1.000 Kooperationen in die Wirtschaft profitieren. Im aktuellen CHE-Hochschulranking ist die IUBH als beste private Fachhochschule Deutschlands im Fach Betriebswirtschaftslehre gelistet.

 

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Die Alanus Hochschule in Alfter vertritt in der hiesigen Wissenschaftslandschaft den etwas anderen Ansatz: Wichtiger Teil des Konzepts ist die Begegnung von Kunst und Wissenschaft. Die staatlich anerkannte Kunsthochschule ist unterteilt in die zwei Fakultäten für Kunst und Architektur sowie für Human- und Gesellschaftswissenschaften.

Unter ihrem Dach vereinigt sie Studiengänge aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Schauspiel, Eurythmie, Kunsttherapie, Pädagogik, Philosophie und Betriebswirtschaftslehre. Das Studienangebot bietet in seiner Kombination die Chance des Dialogs und der gegenseitigen Inspiration der unterschiedlichen Fachrichtungen in interdisziplinären Projekten.

Junge Menschen werden an den zwei Campus Johannishof und Villestraße dazu ermutigt, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und der Gesellschaft selbst in die Hand zu nehmen und sich mit Engagement persönlich einzubringen. Um das zu erreichen, legt die Hochschule Wert auf eine intensive Betreuung ihrer Studenten und fördert interdisziplinäre Herangehensweisen.

 

Zurzeit sind rund 1500 Studenten eingeschrieben. Zulassungsvoraussetzung ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife und in den künstlerischen Studiengängen eine künstlerische Eignungsprüfung.

Im Jahr 2017 feiert die Alanus Hochschule bereits das 15-jährige Bestehen ihrer staatlichen Anerkennung. Die Studentenzahl hat sich seit jenem Jahr 2002, seit diesem Meilenstein der Hochschulgeschichte, fast verachtfacht (so der Stand vom Herbstsemester 2016). Der Aufbau weiterer Studienfächer ist in Planung.

Der Blick über den Tellerrand des eigenen Studienfachs ist wesentlicher Teil des Bildungskonzepts der Hochschule. Ihr Namensgeber, Alanus ab Insulis, wurde „doctor universalis“ genannt und lehrte im 12. Jahrhundert die sogenannten sieben freien Künste.

Das Studium Generale erneuert diese Tradition einer ganzheitlichen Bildung, die über das reine Fachstudium hinausgeht und dieses fundiert. Ob Künstler, Pädagoge, Kunsttherapeut, Architekt oder BWLer - im fach- und jahrgangsübergreifenden Studium Generale treffen alle Studenten aufeinander.

Zu den Inhalten gehören vor allem: Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Philosophie und Kulturgeschichte, Kunstwissenschaft und Ästhetik sowie Anthropologie und Ethik. Darüber hinaus bietet das Studium Generale die Möglichkeit zur diskursorientierten Auseinandersetzung mit der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners.