Finanzökonomin mit Doppelaufgabe

Banken besser verstehen lernen

Professor Dr. Isabel Schnabel: "Der Kontakt zu den Studierenden ist mir nun einmal sehr wichtig, zumal wir hochqualifizierten Nachwuchs brauchen."

Professor Dr. Isabel Schnabel: "Der Kontakt zu den Studierenden ist mir nun einmal sehr wichtig, zumal wir hochqualifizierten Nachwuchs brauchen."

Isabel Schnabel ist Professorin an der Universität Bonn - und "Wirtschaftsweise".

Isabel Schnabel ist derzeit eine sehr gefragte Frau: Die Professorin der Universität Bonn ist Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und somit eine der fünf Wirtschaftsweisen, die die Bundesregierung beraten und die erst vor wenigen Tagen das aktuelle Jahresgutachten veröffentlicht haben.

Eine Doppelaufgabe, die viel Zeit in Anspruch nimmt und nur mit reduziertem Lehrdeputat zu bewältigen ist.

"Umso mehr freue ich mich, wenn ich im Sommersemester endlich meine erste große Vorlesung halten kann", sagt die Finanzökonomin, die seit 2015 in der Bundesstadt tätig ist.

"Der Kontakt zu den Studierenden ist mir nun einmal sehr wichtig, zumal wir hochqualifizierten Nachwuchs brauchen." Den will sie mitprägen - gerade in Bonn.

Deutschland- und europaweit in der obersten Liga

"Der wirtschaftswissenschaftliche Fachbereich der Universität ist einer der beiden führenden in Deutschland und spielt auch europaweit in der obersten Liga", erklärt Schnabel. "Alles ist auf gute Forschung ausgerichtet, und wir wollen dies noch weiter ausbauen, etwa indem wir in der Exzellenzinitiative erfolgreich sein wollen."

Dabei möchte sie unter anderem den Bereich der Finanzmarktökonomie und der Regulierung, die die 45-Jährige besonders umtreiben, stärken. "Bonn ist als Sitz der BaFin und des Bundeskartellamts dafür prädestiniert", sagt sie.

"Außerdem werden uns die Probleme der Finanzinstitute wahrscheinlich noch einige Jahre beschäftigen. Es ist zwar schon viel passiert, aber es gibt noch immer massive Mängel im Bankensystem. Diese müssen wir erforschen, aufdecken, verstehen und idealerweise beheben." kct)