Hausstauballergie Prävention vor der Geburt

Gesunder, erholsamer Schlaf ist gerade für Kinder Gold wert. FOTO: MAURITIUS IMAGES

Allergiker leiden an Niesattacken, Husten, Bindehautentzündungen und Kopfschmerzen. Kindern können diese Beschwerden erspart bleiben, wenn Eltern bereits vor der Schwangerschaft aktiv werden.

Eine Hausstaubmilbenallergie beginnt meistens in den ersten sechs Lebensjahren. Kinder von Allergikern sind besonders gefährdet, ebenfalls eine Allergie zu entwickeln. Sind Vater und Mutter betroffen, besteht für den Nachwuchs ein 40- bis 60-prozentiges Risiko, selbst an einer Allergie zu erkranken. Auch wenn Eltern rauchen, erhöht das die Wahrscheinlichkeit für eine Allergie bei den Kindern.

Hyposensibilisierung der Eltern kann Kinder schützen

Eine aktuelle Studie des polnischen Allergologen Andrzej Bozek und seiner Kollegen von der Medizinischen Universität Silesia in Zabreze zeigt, dass die Allergie-Prävention bereits mit der Familienplanung beginnt. Das Fazit der Forschergruppe: Paare mit Kinderwunsch können aktiv etwas tun, um eine Allergie von ihren Kindern abzuwenden. Allergiker, die sich vor einer Schwangerschaft einer spezifischen Immuntherapie (SIT) unterziehen, verringern das Allergierisiko ihrer Kinder erheblich. Am größten ist der Effekt, wenn beide Eltern sich für eine Immuntherapie entscheiden.

 

Milben vertreiben – auch vom Kindersitz im Auto

Eine wichtige Maßnahme, das Kind in den ersten vier Monaten ausschließlich zu stillen, denn Muttermilch ist allergenarm und enthält Stoffe, die die Darmschleimhaut vor Allergenen schützen. Hausstaubmilben aus dem Weg zu gehen, ist besonders schwierig. Selbst wenn Milben fast überall zu finden sind, so gibt es doch ein paar Tipps, wie die Allergen-Belastung vermindert werden kann:

• Nach dem Aufstehen nicht gleich das Bett machen. Die Bettdecke zurückschlagen und kräftig lüften – so entweichen Wärme und Feuchtigkeit, die Milben besonders schätzen, effektiver.

• Die Bettwäsche regelmäßig mindestens eine Stunde bei 60 Grad waschen.

• Die Kuscheltiere von Kindern 24 Stunden in ein Gefrierfach legen. Das tötet die Milben ab, die sich oft in den plüschigen Spielgefährten tummeln.

• Teppichfußböden in den eigenen vier Wänden kräftig saugen, andere Fußböden idealerweise feucht wischen.

• Kindersitze im Auto sind häufig von Milben besiedelt und sollten deshalb unbedingt regelmäßig gereinigt werden. ⋌jdb

Weitere Informationen unter www.allergiecheck.de

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