Innovative Heizung

Wärmepumpe: Die clevere Alternative?

Moderne Wärmepumpen gibt es maßgeschneidert je nach Wärmebedarf. Damit bleiben auch große Mehrfamilienhäuser kuschelig warm. FOTO: VIESSMANN

Moderne Wärmepumpen gibt es maßgeschneidert je nach Wärmebedarf. Damit bleiben auch große Mehrfamilienhäuser kuschelig warm. FOTO: VIESSMANN

Eigentlich ist das Prinzip der Wärmepumpe ganz einfach: Sie funktioniert nach dem Kühlschrankprinzip – nur umgekehrt. Während der Kühlschrank die Wärme nach außen leitet, holt sich die Wärmepumpe Energie aus der Luft oder dem Erdreich über das Heizungssystem in den Wohnraum.

Die Wärmepumpe ist eine innovative Heizung, die vorhandene Umweltenergie effektiv nutzt, wenn sie richtig ausgelegt ist.

So wird aus dem Grundwasser mit Hilfe von Brunnen, Flächenkollektoren oder Erdsonden Wärme entzogen, auch die Umgebungsluft kann als Energiequelle genutzt werden.

„Allerdings ist eine Wärmepumpenheizung nicht für jedes Gebäude geeignet“, sagt Guido Odenthal, Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima Bonn/Rhein-Sieg. Gerade im Altbau sollte der Einsatz einer Wärmepumpe genau geprüft werden. Denn dort lohne sich die Installation der Wärmepumpe nur unter bestimmten Voraussetzungen. „Sie arbeitet besonders effizient, wenn geringe Vorlauftemperaturen notwendig sind“, erklärt Odenthal. „Eine Fußbodenheizung wird auf eine Vorlauftemperatur von etwa 40 Grad ausgelegt , sie ist also gut geeignet“, sagt der Obermeister.

Die Wärmpumpe könne effizient arbeiten, wenn ein Haus durch eine Sanierung zum Beispiel der Fenster oder Außenwanddämmung auf einen geringen Wärmebedarf umgestellt ist. „Je unsanierter das Gebäude, desto höher der benötigte Stromeinsatz“, so Odenthal. Eigenheimbesitzer, die sich mit dem Gedanken beschäftigen, eine Wärmepumpe installieren zu lassen, sollten sich deshalb gründlich vom Fachmann beraten lassen – denn die Investitionskosten sind hoch, eine Amortisierung dauert ihre Zeit.

Eine staatliche Förderung kann beantragt werden. Allerdings nur für bestimmte Anlagen. Dafür ausschlaggebend ist die sogenannte Jahresarbeitszahl, die mit Hilfe der Gebäudedaten ermittelt wird. Für förderfähige Anlagen wird eine Basissumme gezahlt, die sich nach der Größe und Art der Anlage berechnet. Für Luft-Wasser-Pumpen gibt es mindestens 1300 Euro, für Sole-Wasser-Pumpen 4500 Euro. Kommen neben der Wärmepumpe Solarkollektoren zum Einsatz, gibt es 500 Euro zusätzlich. Zudem gibt es eine Förderung für die Solaranlage und einen Pufferspeicher. Aber die Förderung ist nur verfügbar, wenn die Wärmepumpe in ein bereits bestehendes Heizsystem integriert wird. Das heißt, bei einem Neubau gibt es keine finanzielle Hilfe. ⋌veh