E-Check

Nicht an der Sicherheit sparen

Elektrotechnikermeister Christoph Heinemann rät zu regelmäßigen Prüfungen aller elektrischer Anlagen.

Elektrotechnikermeister Christoph Heinemann rät zu regelmäßigen Prüfungen aller elektrischer Anlagen.

Haus- und Wohnungseigentümer sollten Elektroinstallation und Geräte regelmäßig prüfen lassen.

Abgeknickte Kabel, lockere Steckdosen, überforderte Leitungen: Schäden an der elektronischen Anlage können fatale Folgen haben wie Überhitzung oder Schwellbrand. Sie können im schlimmsten Fall sogar zu einem Wohnungsbrand führen. Jedes zweite Wohngebäude weist erhebliche Mängel in der elektrotechnischen Ausstattung auf. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) erschreckende Zustände bei den Elektroinstallationen in Wohngebäuden offengelegt hat. Besonders Häuser aus den 1950er- bis 1970er-Jahren weisen oft bedenkliche elektrische Anlagen auf. Die Stromkreise und die Steckdosenanzahl entsprechen meist nicht den Mindeststandards und der DIN-VDE-Norm.

„Durch die fortschreitende Technisierung werden in den Haushalten immer mehr elektrische Geräte eingesetzt. Sie bedeuten aber für unzureichende elektrische Anlagen eine enorme Belastung, die bis zur Überlastung führen kann“, erklärt Christoph Heinemann. Der Elektrotechnikermeister aus Sankt Augustin warnt: „Die Elektroinstallation in Wohngebäuden wird oft stiefmütterlich behandelt, während etwa Wartung und Kontrolle beim eigenen Auto selbstverständlich sind. Immobilieneigentümer sollten unbedingt regelmäßig ihre Wohnung oder ihr Haus mit einem E-Check prüfen lassen.“

 

Nur von Fachbetrieben ausführen lassen

E-Checks dürfen nur von qualifizierten Innungsfachbetrieben ausgeführt werden. Dabei werden alle elektrischen Anlagen und Geräte im Haus auf ihren ordnungsgemäßen Zustand und alle Sicherheitsaspekte hin geprüft. Grundlagen der Prüfung sind neben den VDE-Bestimmungen die Unfallverhütungsvorschriften beziehungsweise die DGUV-Vorschrift 3 (BGV A3). Dazu kommt neben den Messungen die Sichtprüfung zur Anlagenbeurteilung. „Gerade an der Sicherheit solle man nicht sparen. Viele Schäden und sogar Brände könnten durch regelmäßige Kontrollen verhindert werden“, appelliert Heinemann.

Der Experte empfiehlt, ortsfeste Anlagen wie Waschmaschinen oder Elektroherde alle vier Jahre prüfen zu lassen. Mit dem E-Check würden mögliche Gefahrenquellen frühzeitig erkannt und könnten anschließend fachgerecht beseitigt werden. Im E-Check-Prüfprotokoll wird der Zustand der elektrischen Anlage und der Geräte dokumentiert. Ist alles in Ordnung, gibt es die offizielle E-Check-Plakette.

Die Kosten richten sich zum einen nach der Größe der Anlage und der Anzahl der Geräte. Zu den genauen Kosten können sich Immobilienbesitzer bei ihrem Elektrofachbetrieb beraten lassen.  veh

Weitere Informationen und qualifizierte E-Check-Fachbetriebe gibt es im Internet unter www.e-check.de oder 
www.elektrobetrieb-finden.de