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Die Bonner Innenstadt verwandelt sich in ein Lichtermeer

Wenn der Mantel vom alten Beethoven nicht mehr matt schimmernd die müden Schultern umschlingt, sondern in poppigem rosa glänzt, wenn das Rathaus dagegen sein zartes Pink gegen eine knallige Fassade tauscht, und wenn die Bäume in der Innenstadt kunterbunte Stämme bekommen, dann ist es wieder so weit: „Bonn leuchtet“!

Am kommenden langen Wochenende erstrahlt die City wieder in fröhlichen Farben und lädt damit alle Bürger zum Bummeln und staunen ein. Und dabei soll es nicht bleiben. Ein Streetfood-Market und ein Euromarché locken mit Köstlichkeiten aus aller Welt.

Überall Lichter statt Sterne im Fenster

Das Lichtermeer von „Bonn leuchtet“ zählt zu einer der ganz großen Attraktionen. „Den Titel nutzen wir schon lange“, erklärt die Geschäftsführerin des city-marketing e.V., Maike Reinhardt. Einige Jahre hängten die 100 Mitglieder des rührigen Vereins aus Mitgliedern des City-Einzelhandels am ersten Novemberwochenende LED-Sterne in ihre Schaufenster, um so auf ihre Aktivitäten aufmerksam zu machen. „Wir wollen bewusst noch nicht von der Vorweihnachtszeit sprechen, sondern einfach in die düstere Jahreszeit mehr Fröhlichkeit bringen“, sagt Maike Reinhardt. Passend zur Weltklimakonferenz wurde 2017 die Idee ausgeweitet: „Lasst es doch mal richtig leuchten!“ Und so tauchte city-marketing die Bundesstadt eine Woche lang abends in buntes Licht.

In diesem Jahr soll die Zeit vom 2. bis zum 4. November genutzt werden, um das Spektakel vorzuführen. Der Lichttechniker Wolfgang Flammersfeld, der auch Schloss Drachenfels beleuchtet, stellt sein Wissen und seine Technik zur Verfügung. „Wir wollen den Bonner Bürgern richtig was bieten“, ist das euphorische Statement von Maike Reinhardt. Und was könnte besser dazu passen als eine Wiederholung des Streetfood-Markets, der im vorigen Jahr erstmals stattfand und prompt ein voller Erfolg wurde (siehe rechte Seite)?

Auch Touristen zieht es nach Bonn

„Wir sehen jetzt schon, dass wir Jahr für Jahr wachsen“, erklärt die Geschäftsführerin des city-marketings. „Das ist toll für die Bonner Bürger und es bringt auch Touristen in die Stadt.“ Auf lange Sicht will man so groß werden, dass nicht nur die Innenstadt, sondern auch angrenzende Stadtteile an der Veranstaltung teilnehmen – und dann würde Bonn wirklich breitflächig leuchten. Aber natürlich sind derartige Aktionen nicht nur arbeitsintensiv, sondern auch teuer. Und weil die Stadt Bonn keine Zuschüsse gibt, sondern nur mit Rat und Verwaltungshilfen zur Seite steht, ist McDonalds als Sponsor eingesprungen. Das finanzielle Risiko des Projekts trägt der Verein city-marketing.

Übrigens soll es nicht nur beim Bestaunen der Lichter und beim Futtern bleiben: Der Einzelhandel in der Bonner City lädt am Sonntag, den 4. November, von 13 bis 18 Uhr zum ausgiebigen Shopping-Bummel ein. ⋌jöw