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700 lächelnde Beethoven-Statuen

Künstler im öffentlichen Raum: Bildhauer Ottmar Hörl beim Aufbau der lächelnden Beethoven-Statuen auf dem Münsterplatz.

Künstler im öffentlichen Raum: Bildhauer Ottmar Hörl beim Aufbau der lächelnden Beethoven-Statuen auf dem Münsterplatz.

Einmal einem echten Beethoven die Hand geben – dazu haben die Besucher der Kunstinstallation „Ludwig van Beethoven – eine Ode an die Freude“ von Ottmar Hörl nun Gelegenheit: Denn mehr als 50 Nachfahren des großen Komponisten kommen am 25. Mai 2019 nach Bonn, um sich die 700 Beethoven-Statuen auf dem Bonner Münsterplatz anzuschauen.

Die rund einen Meter hohen Abbilder des Musikers, der 2020 seinen 250. Geburtstag feiert, werden auf dem Bonner Münsterplatz vom 17. Mai bis zum 2. Juni 2019 zu sehen sein. „Nur durch den ehrenamtlichen Einsatz unserer beiden Vereine – city-marketing bonn und der Bürger für Beethoven – ist ein solches Spektakel überhaupt möglich geworden“, freut sich Karina Kröber, Vorstandsvorsitzende des city-marketing bonn. „Der große Ludwig van Beethoven zeigt sich mit unserer Installation auf dem Münsterplatz aus einem neuen Blickwinkel – und das in der schönen Bonner Innenstadt.“

Das Interesse am jungen Beethoven ist groß: 50 Nachfahren Beethovens kommen nach Bonn. „Wir wollen den Besuch der über 50 Nachfahren Beethovens zum Anlass nehmen, Beethovens junge Jahre näher zu beleuchten und den weltberühmten Komponisten auch einfach ein bisschen menschlicher zu machen“, erklärt Hans Christoph Pakleppa, Vorstandsmitglied der Bürger für Beethoven. Dazu passt perfekt, dass der Künstler Ottmar Hörl erstmalig ein lächelndes Abbild des für seinen grimmigen Gesichtsausdruck berühmten Komponisten geschaffen hat.

 

„Die besonderen Gäste sind alle Nachfahren des berühmten Musikers“, berichtet Pakleppa. Die väterlichen Vorfahren des Komponisten stammten aus Mechelen im flämischen Brabant, wo auch heute noch die meisten der Beethovens leben.

„2020 wird Beethovens Ausstrahlung hier in seiner Geburtsstadt Bonn und auch in der Region besonders intensiv spürbar werden“, sagt Ralf Birkner, kaufmännischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums Gesellschaft, die Unterstützer der gesamten Aktion sind. „Mit den Figuren von Ottmar Hörl können sich die Menschen unschwer mit dem jungen Bonner Beethoven identifizieren. Viele werden ihn vielleicht auch zum ersten Mal näher in Augenschein nehmen. Der junge Beethoven gehört zu Bonn“, so Birkner.

Mit der Aktion „Ludwig van Beethoven – eine Ode an die Freude“ will der Bildhauer Ottmar Hörl die Menschen zum Umdenken bewegen: Bisher kenne alle Welt Beethoven nur missmutig – die seriengleichen Figuren in Bonn haben dagegen ein Lächeln im Gesicht.

„Ich hatte Angst, dass man Beethoven lächelnd gar nicht mehr erkennt“, gesteht der Künstler Ottmar Hörl. „Es gab eine Phase, da dachte ich, dass es gar nicht möglich sei, einen lächelnden Beethoven zu zeigen.“ Doch er wurde überrascht: Denn gerade in der Heimatstadt des weltweit berühmten Komponisten erinnert man sich noch sehr gut an Beethoven als rheinische Frohnatur. „Wir Bonner wissen halt, dass Beethoven eigentlich ein fröhlicher bönnscher Junge war“, sagt Marlies Schmidtmann, stellvertretende Vorsitzende der Bürger für Beethoven.

Beethoven lebte 22 Jahre in seiner Geburtsstadt Bonn. Die Begegnung mit Joseph Haydn im Juli 1792 verschaffte dem begabten Musiker einen Studienaufenthalt in Wien. 1794 besetzten jedoch französische Truppen das Rheinland. Beethoven verlor damit seine Bonner Stelle, und was als Ausbildungsreise nach Wien geplant war, wurde zur endgültigen Übersiedlung. „Doch Beethoven wollte immer zurück nach Bonn“, so Schmidtmann. „Dass man grimmig wird, wenn man seine eigene Musik nicht mehr hören kann, kann ja wohl jeder gut nachvollziehen.“ Um so wichtiger ist es, auch den fröhlichen Jungen im Gedächtnis zu behalten, der bereits mit sieben Jahren sein erstes öffentliches Konzert in Köln spielte. Beethoven selbst vergaß seine Geburtsstadt jedenfalls mit Bestimmtheit nicht: So sprach er auch in Wien mit Freunden stets im Bonner Dialekt „Bönnsch“.