Kulinarische Südstadt-Tour

Sieben Kostproben in drei Stunden

Also, die Schokoladentorte schmeckt schon mal himmlisch. Die Teilnehmer der kulinarischen Südstadt-Tour lassen sich an diesem sonnigen Freitagnachmittag im Café Sahneweiß das zarte süße Etwas genussvoll auf der Zunge zergehen.

Drei Stunden Gastro-Tour mit sieben Stationen liegen vor ihnen. „Das hier war einmal die kurfürstliche Hofbäckerei. Bis heute wird hier vor Ort gebacken - alles hausgemacht“, erläutert Stadtführerin Leonie Neubauer, während die Teilnehmer die Torten in der Vitrine begutachten.

Die heutige Gruppe ist aus Studenten, Studienräten und Pensionären bunt zusammengewürfelt. Neubauer hat eben am Treffpunkt Kaiserplatz einen unterhaltsamen Ritt durch die Historie der wunderschönen Bonner Südstadt geboten. Jeder bekam einen kleinen „Guide“ mit Kontaktdaten der sieben Orte in die Hand, die man auf der Tour aufsuchen wird.

Und eine Serviette gab's dazu: „Sie wollen ja überall Kostproben zu sich nehmen“, macht Neubauer Appetit. „Eine Fischallergikerin ist unter Ihnen und eine Vegetarierin, stimmt's?“, versichert sich Neubauer noch einmal. Die Vertragspartner des bundesweit tätigen Anbieters „Eat the World“ sind seit der Anmeldung gut auf ihre kommenden Gäste vorbereitet.

 

Die Speisen der Tour sind im Preis inbegriffen, die Getränke zahlt jeder extra. Schon ist die Truppe unterwegs, den nächsten kulinarischen Treffpunkt im alten Gründerzeitviertel für sich zu entdecken. Mit ihrer lebhaft erzählenden Stadtführerin schlendern die Teilnehmer durch malerische Straßen.

„Wir haben diese Tour von einer Freundin geschenkt bekommen. Sie hat so davon geschwärmt“, berichten die Studenten Clara Stähler und Janis Köster unterwegs. Stähler ist zugezogen, will unbedingt über die Mensa hinaus andere gastronomische Angebote kennenlernen.

Die Tour verspricht, gerade die kleinen und noch unbekannten Adressen anzulaufen. Aber auch geborene Bonner sind dabei. Wie Jürgen Stein, der seiner Frau Elena die pittoresken Ecken der Südstadt zeigen will. „Und nebenbei lerne ich dazu, wo man heute hier so isst. Ich war früher als Student meist da drüben in der Mensa Nassestraße“, erinnert sich Stein.

Metzgerei und Sushi-Bar

Die Gruppe ist auf dem Weg zu Bonns Ölmanufaktur, wo es Pikantes zu kosten gibt. Eine Traditionsmetzgerei wird noch im Angebot sein, ein Feinkostbistro sowie ein veganes und ein typisch rheinisches Restaurant. Und dann wird es auch noch eine Stippvisite in einem Sushi-Restaurant geben - Kostproben inklusive. (ham)