Hornveilchen und Stiefmütterchen

Ein Feuerwerk der Farben

Mit dem enormen Farbspektrum der Violen lassen sich wunderbar eigene Kreationen gestalten, vom kleinen Topf bis zur großen Pflanzschale, von monochrom bis vielfarbig. FOTO: GMH

Mit dem enormen Farbspektrum der Violen lassen sich wunderbar eigene Kreationen gestalten, vom kleinen Topf bis zur großen Pflanzschale, von monochrom bis vielfarbig. FOTO: GMH

Hornveilchen und Stiefmütterchen sind echte Hingucker mit vielen Möglichkeiten. Zudem sind beide sehr robuste Dauerblüher und damit hervorragend für die Bepflanzung im Frühjahr geeignet.

Die Familie der Veilchengewächse ist – im wahrsten Sinne des Wortes – großartig. Mehr als 500 verschiedene Arten zählen zur Gattung der Violen. Dabei sind es vor allem zwei Arten, die als Frühjahrsblüher besondere Bedeutung erlangt haben: das Hornveilchen Viola cornuta und das Stiefmütterchen Viola wittrockiana.

Dank ihrer Eigenschaften und ihrer Beliebtheit beschäftigen sich viele Züchter mit den Violen. Sie erweitern das Sortiment jedes Jahr um neue Blütenfarben und Farbkombinationen. So sind neben den reinen Farben in kräftigen oder pastelligen Tönen mittlerweile viele Farbkombinationen erhältlich, mit oder ohne Gesicht, oder mit Katzenbärtchen mit dunklen Linien in der Mitte. Es müssen auch nicht immer glatte Blüten sein: Stark gerüschte Blütenblätter scheinen aus dem Barock zu stammen.

Wer kleinere Blüten bevorzugt, wird das Hornveilchen mit einem Durchmesser von rund drei bis fünf Zentimetern bevorzugen. Dagegen muten die Stiefmütterchen-Blüten mit einem Durchmesser bis zu neun Zentimetern fast riesig an. Violen lassen sich ganz wunderbar in Schalen, Kübeln oder Balkonkästen pflanzen, die Eingang oder Fenstersims verschönern. Auch auf der Terrasse oder im Garten werden sie zum Hingucker. Städter können mit ihnen den Balkon in eine Frühlingsoase verwandeln.

Neben den klassischen Violen mit aufrechtem Wuchs bieten Hängeviolen zusätzliche Variationen bei der Gestaltung. Und nicht zuletzt kann auch eine Kombination aus aufrechten und hängenden Violen das Bütenmeer füllen.

Violen eignen sich sowohl für farbige Ensembles als auch für monochrome Bepflanzungen mit anderen Frühjahrsblühern. So harmonieren beispielsweise die zarten weißen Blütenblätter der Hornveilchen hervorragend mit den weißen Blütenköpfen von Ranunkeln, den gefiederten Blüten des Gänseblümchens Bellis perennis und den kleinen Blütchen des weißen Vergissmeinnicht Myosotis. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Violen sind wahre Tausendsassas: Sie vertreiben den Winter und läuten das Frühjahr ein, und sie verlängern den Sommer und zögern den Winter noch ein bisschen hinaus. Tiefe Temperaturen machen ihnen wenig aus, manche Sorten vertragen sogar für kurze Zeit Frost oder Schnee. Aus diesem Grund sind sie ideal für Übergangszeiten wie Frühjahr und Herbst. Wenn sich also bei der Frühjahrsbepflanzung nicht jede Idee umsetzen lässt, kann im Herbst noch einmal nach Herzenslust kombiniert und probiert werden. gmh