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Gut leben trotz Sehbehinderung

Bei eingeschränktem Sehvermögen sollten ein Augenarzt und ein Optiker konsultiert werden. FOTO: THINKSTOCK/FOTANDY

Bei eingeschränktem Sehvermögen sollten ein Augenarzt und ein Optiker konsultiert werden. FOTO: THINKSTOCK/FOTANDY

Werden sehende Menschen gefragt, wie sie sich den Unterschied zwischen Blindheit und Sehbehinderung vorstellen, kommen viele häufig zu dem Schluss: Blinde Menschen sehen gar nichts, Menschen mit einer Sehbehinderung sehen sehr unscharf. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn die Ausprägungen und Auswirkungen von Sehbehinderungen sind so vielfältig und individuell wie die Menschen selbst.

Hinzu kommt, dass zahlreiche Augenerkrankungen einen schleichenden Verlauf haben und sich die Sehbeeinträchtigung je nach Stadium der Krankheit verändern und verschlechtern kann.

Eine allgemeingültige Aussage über „die Sehbehinderung“ kann nicht getroffen werden. Eine Vielzahl an Augenkrankheiten ist jedoch mit ähnlichen, mitunter sogar gleichen Auswirkungen verbunden: nachlassendes oder fehlendes Kontrastsehen, eine erhöhte Blendempfindlichkeit und Probleme mit dem Sehen im Nahbereich gehören zu diesen vermehrt auftretenden Einschränkungen.

Aufgrund der unter Menschen mit Sehbehinderung weit verbreiteten Blendempfindlichkeit haben Betroffene Schwierigkeiten mit ständig wechselndem Lichteinfall. Auch spiegelnde Oberflächen wie beispielsweise Laptopbildschirme oder Displays können Probleme bereiten. Neben der erhöhten Blendempfindlichkeit gehört nachlassendes oder fehlendes Kontrastsehen zu den häufigsten Problemen, die eine Sehbehinderung prägen.

Augenerkrankungen wie Retinitis Pigmentosa (RP), AMD und Grüner Star sind mit Gesichtsfeldausfällen verbunden. Im fortgeschrittenen Stadium verfügen RP-Patienten über einen Tunnelblick, das heißt, das Gesichtsfeld ist im äußeren Bereich sehr eingeschränkt. Das bedeutet für den Alltag, dass sich Betroffene nur noch schlecht im Raum orientieren können. Von einem solchen Gesichtsfeldausfall, der zu einem Tunnelblick führt, sind auch Patienten mit Glaukom (Grüner Star) betroffen. Bei einer diabetischen Augenkrankheit hingegen reduziert sich das Sehvermögen nicht auf einen Tunnelblick, sondern auf kleine „Inseln“ im Gesichtsfeld – die in jedem Fall unterschiedlich ausfallen können. Die Möglichkeit, Ausschnitte bzw. Gesichter zu erkennen, hängt demnach von der Art der „Inseln“ ab.

AMD-Patienten erleben den umgekehrten Fall: Im Verlauf der Erkrankung nimmt das zentrale Sehen immer stärker ab. Das Erkennen von Gesichtern wird unmöglich. Auch das Farbensehen ist nur noch eingeschränkt möglich. Dagegen können sich AMD-Patienten häufig im Raum gut orientieren und sind von Blendempfindlichkeit weniger betroffen.

Menschen mit Sehbehinderung nutzen spezielle Hilfsmittel, um Beruf und Alltag zu bewältigen. Zu den häufigsten Hilfsmitteln zählen Langstock, vergrößernde (meist auch beleuchtete) Sehhilfen und Monokulare, um Texte wie beispielsweise Fahrpläne und Tafelbilder lesen zu können. Bei der Arbeit mit dem PC nutzen viele eine Vergrößerungssoftware, die Texte größer abbildet. Für alle Arten der Sehbehinderung sind scharfe Konturen, kontrastreiche Farben und eine gut lesbare Darstellung von Schrift sehr wichtig. Übereinstimmend gilt das für die verschiedenen Formen der Visuseinschränkung, der Gesichtsfeldeinschränkung und des Augenzitterns.

Weitere Infos: www.leserlich.info und www.woche-des-sehens.de