Editorial Globalisierung bringt eine ganz neue Herausforderung

Bonn. Der Denkraum "Globalisiertes Deutschland" findet am 4. Mai im Post Tower in Bonn statt. Ein Editorial von General-Anzeiger-Chefredakteur Helge Matthiesen.

Wenn sich Grenzen auflösen, dann verwirklicht sich für manche ein Traum. Andere lassen sich verunsichern und fürchten sich vor den Auswirkungen. Die Berechenbarkeit wirtschaftlicher Sicherheit nimmt ab, die Zukunft wird unklar. Ein Wettbewerb ohne Grenzen kennt eben auch Verlierer. Zwischen den Chancen der Globalisierung und ihren unerwünschten Nebenwirkungen muss es daher einen Ausgleich geben. Der wird sich nicht von allein einstellen.

Der Rahmen dafür ist nicht mehr der Nationalstaat. Globalisierung bringt eine ganz neue Herausforderung. Denn Soziale Marktwirtschaft und die Forderung nach "Wohlstand für alle", nach Gerechtigkeit, muss global gedacht werden, stärker noch als bisher. Die globale Welt kennt viele Akteure, aber keine Weltregierung, die lenkt und ordnet, wenn ein Akteur die Spielregeln verletzt. Dafür müssen Visionen her, realistische Visionen, so wie es die Soziale Marktwirtschaft einmal war, bevor sie zum Erfolgsmodell wurde.

Drei Themen stehen zur Debatte: erstens der soziale Aufstieg und wie er für jeden Menschen gelingen kann; zweitens die Frage nach der Gerechtigkeit von Chancen in einer globalisierten Wirtschaft und wie sie ohne soziale Spannungen erreichbar wird. Drittens die ganz große Herausforderung: Wie gelingt Integration von Zuwanderern in einer Weltgesellschaft?

Die drei Themen sind Bausteine für die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt. Der Wandel beginnt mit dem gemeinsamen Nachdenken. Der Anfang Mai in Bonn stattfindende Denkraum "Globalisiertes Deutschland" bietet dafür ein Forum. Dazu mehr in dieser Beilage.

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