Seat Leon: Für Herz und Verstand

Der neue Seat Leon weckt Emotionen und bietet moderne Technik auf hohem Qualitätsniveau
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Sportlich-elegant mutet der Leon an und weckt beim Betrachter Emotionen.
											Foto: HERSTELLER

Sportlich-elegant mutet der Leon an und weckt beim Betrachter Emotionen. Foto: HERSTELLER

Mit seinem modernen Blechkleid und der perfekten Verarbeitung wird der neue Seat Leon nicht nur Kunden finden, die eine Entscheidung einzig und allein mit dem Herzen fällen. Erstmals wird der kompakte Spanier, der optisch überzeugend daher kommt, nicht zuerst in Spanien an die Kunden ausgeliefert, sondern in Deutschland. Ab Ende des Monats wird der Fünftürer angeboten. Der Einstiegspreis für den günstigsten Benziner mit 1,2-Liter-Triebwerk und 63 kW/86 PS beträgt 12 932 Euro.

Fünf Benzinmotoren von 86 PS bis 180 PS und vier Dieseltriebwerke mit 90 PS bis 184 PS sorgen zunächst für Vortrieb. Weitere Motoren folgen. Wir fuhren den kleinen 1,6-Liter-Diesel mit 105 PS mit manueller Fünfgang-Schaltung, der laut Seat das Volumenmodell werden soll und ab 17 470 Euro kostet.

Klare, ansprechende Formen zeichnen den völlig neuen Leon aus. Glatte Linien, modern gestylte Scheinwerfer, Außenspiegel nach Form eines Lamborghini, Fensterflächen mit schmalen Rahmen und passende Proportionen hinterlassen einen positiven Eindruck. Die Verarbeitung der Karosserie begeistert. Die gute Verarbeitung setzt sich im Innenraum fort. Sitze mit ausgeprägten Seitenwülsten sorgen auch bei Kurvenfahrt für viel Halt. Die schlicht gestylten Anzeigen der beiden Rundinstrumente lassen sich bestens ablesen, alle Bedienelemente sind gut platziert. Auch die Übersicht ist überraschend gut. Lediglich die beiden Deckel der Ablagen in der Mittelkonsole und links vom Lenkrad wirken billig. Seat hat hier aber schon Abhilfe versprochen.

Das Platzangebot des 4,26 Meter langen Leon ist klassenüblich. Die Passagiere auf der Rückbank verfügen aber über eine ausreichende Beinfreiheit. Das Kofferraumvolumen beträgt 380 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen können bis zu 1210 Liter Ladung untergebracht werden. Die hohe Ladekante des Kofferraums stört beim Einladen allerdings.

Angeboten wird der Leon in insgesamt vier unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Sieben Airbags, elektrische Fensterheber, Tagfahrlicht, Außentemperaturanzeige und ein höhenverstellbarer Fahrersitz gehören zur Basisausstattung. Diverse Assistenzsysteme, Soundanlagen und erstmals in dieser Fahrzeugklasse auch LED-Licht gehören zu den optional bestellbaren Ausstattungsdetails.

Schon beim Starten des Vierzylinder-Turbodiesels nimmt das Triebwerk laufruhig seinen Dienst auf. Die Insassen müssen schon genau hinhören, um den Diesel unter der Motorhaube zu erkennen. Mit seinen 77 kW/105 PS und 250 Nm maximalem Drehmoment ist der Fronttriebler ausreichend motorisiert, was schon ein erster Tritt auf das Gaspedal zeigt. Das manuelle Fünfganggetriebe lässt sich exakt schalten und überzeugt mit kurzen Schaltwegen. Wer es drauf anlegt, kann den Fronttriebler in 10,7 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 192 km/h erreichen. Ab 160 km/h ist die Beschleunigung allerdings ein wenig zäh. Aber wer sich für solch eine Motorisierung entscheidet, legt es bestimmt nicht auf Spitzenwerte bei den Fahrleistungen an. Hier zählt mehr die Wirtschaftlichkeit, und auch da kann der neue Leon überzeugen. Auf 100 Kilometern sollen im Schnitt nur 4,1 Liter Diesel (108,6 g/km) durch die Brennräume laufen. Wer die Variante mit Start-Stopp-System und Energie-Rückgewinnung wählt, soll laut Seat sogar mit lediglich 3,8 Litern (100,7 g/km) auskommen.

Doch auf kurvigen Landstraßen bietet der Motor genügend Durchzugskraft, damit der Fahrer nicht permanent schalten muss. Das kleine Lenkrad, das ein wenig dicker sein könnte, liegt gut in der Hand und ist ausgesprochen leichtgängig. Trotzdem vermittelt es dem Fahrer genügend Fahrbahn-Gefühl. Allen Lenkradbewegungen folgt der Fronttriebler willig. Eine straffe Fahrwerksabstimmung vermittelt dem Fahrer zudem eine gewisse Sportlichkeit. In zu schnell angegangenen Kurven greift das serienmäßige ESP ein und sorgt für den richtigen Kurs.

Während die Fahrzeuge unterhalb 110 kW/150 PS mit einer Verbundlenkerachse daher kommen, wird ab 150 PS eine aufwendigere, aber auch schwerere und teurere Mehrlenkerachse eingebaut. Dies ist dank der neuen modularen Baukasten-Technik problemlos möglich.

Der neue Seat Leon begeistert mit seinem schlichten, aber trotzdem modernen Auftreten. Der Marktstart des Modells in Deutschland zeigt, wie wichtig dieses Auto für Seat ist, zumal der spanische Markt ziemlich am Boden liegt. Die Wettbewerber des Seat Leon, wie der Audi A3, Opel Astra oder Ford Focus, bekommen mit dem kleinen fahrtechnisch ausgewogenen Spanier einen echten Konkurrenten an die Seite gestellt. Noch nie war die Chance für Seat so groß, ein Auto an den Kunden zu bringen, das besser als die Konkurrenz ist. mid

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