Opel Cascada: Eleganter Gleiter

Mit dem Cascada bietet Opel viel Cabrio fürs Geld. Die Preise beginnen bei 25 945 Euro. Ab Mitte April beim Händler. Nur eine Woche nach seiner Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon stellte sich der Opel Cascada bei frühlingshaftem Wetter in Südfrankreich der ersten Ausfahrt.
Lang und gestreckt wirkt der Opel Cascada. Mit 1,84 Metern Breite liegt er zudem satt auf der Straße. Foto: Hersteller

Mit 4,70 Metern Länge überragt der offene Viersitzer aus Rüsselsheim sogar die Platzhirsche der Mittelklasse A5 Cabrio, der 4,62 Meter misst, und das 4,53 Meter lange BMW 3er Cabrio. Beim Preis jedoch agiert der Opel, der Mitte April zu den Händlern kommt, deutlich tiefer und startet bei 25 945 Euro.

Dafür kommt der Cascada mit einem 1,4 Liter großen Vierzylinder-Turbomotor mit 88 kW/120 PS daher. Weitere Motorisierungen bilden der 1,4 Liter-Turbobenziner mit 103 kW/140 PS und zwei Diesel-Triebwerke, die 121 kW/165 PS und 143 kW/195 PS leisten. Für die erste Ausfahrt stand der neue 1,6 Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 125 kW/170 PS bereit. Mit Sechsganggetriebe und in der Ausstattungsversion "Edition" kostet er 28 245 Euro.

Schon die Basisversion "Edition" bietet eine umfangreiche Serienausstattung, die vom adaptiven Bremslicht über elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Bordcomputer, Geschwindigkeitsregelanlage, Klimaanlage und Parkpilot bis zur Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung reicht. Die handgeschalteten Versionen verfügen außerdem serienmäßig über ein Start/Stopp-System. Ein empfehlenswertes Extra ist die Rückfahrkamera.

Opel Cascada: Schöner Cruiser

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Mit gut 1,7 Tonnen ist der Cascada nicht gerade ein Leichtgewicht, doch die 1,6 Liter-Maschine reicht vollkommen aus. Ab Leerlaufdrehzahl zieht das Treibwerk sauber an, schon bei 1500 U/min sorgen die 125 kW/170 PS für erfreulichen Vortrieb. Ab 1650 U/min steht das Drehmomentmaximum bereit. Schaltfaules Fahren verzeiht das Triebwerk jederzeit. Wer dennoch fleißig schalten will, freut sich über die Exaktheit und Leichtgängigkeit der Schaltung.

Zu diesem harmonischen Antrieb passt die entspannte Position auf den rückenfreundlichen Sitzen. Der Seitenhalt überzeugt auch in schnell gefahrenen Kurven. Dank langer Türen und mit einem Handgriff vorklappender Sitzlehnen gelingt der Einstieg in den Fond selbst bei geschlossenem Verdeck ohne Krampf. Vier groß gewachsene Personen reisen im neuen Opel-Cabriolet ausgesprochen bequem. Für Gepäck finden sie im Heck einen Stauraum von 280 Liter Volumen bei geöffnetem Dach. Geschlossen sind es 380 Liter.

Im Innenraum verfügt der Cascada über reichlich Ablagen. Die Türtaschen und die Mittelkonsole bieten Raum für Getränkeflaschen oder andere Utensilien. In der Mittelkonsole findet sich der Schalter für das Verdeck. Das Stoffverdeck mit Aluprofilen wiegt 50 Kilogramm und ist damit 65 Prozent leichter als das Hardtop des Astra. Bis 50 km/h öffnet und schließt es innerhalb von weniger als 20 Sekunden. Auch ohne das aufpreispflichtige Windschott sitzen die Frontpassagiere relativ gut geschützt. Bei einem Überschlag sorgt ein Überrollschutz für Sicherheit

Der 125 kW/170 PS-Benziner schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h. Aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt der getestete Cascada in 9,6 Sekunden. Die Traktionskontrolle (serienmäßig) verhindert das Durchdrehen der Antriebsräder beim beherzten Anfahren. Die Servounterstützung ist geschwindigkeitsabhängig. Der Cascada lässt sich präzise und zielgenau mit dem längs- und höhenverstellbaren Lenkrad um jede Biegung zirkeln.

Ebenso umgänglich wie der Antrieb und die Bedienung gibt sich das Fahrwerk. Beim Testfahrzeug waren Reifen der Größe 235/45 R 19 montiert, die jedoch den positiven, komfortablen Eindruck beim Überrollen von Unebenheiten nicht schmälerten. Den angegebenen Kraftstoffverbrauch von 6,3 Litern auf 100 Kilometern wollte die Verbrauchsanzeige des Bordcomputers nicht bestätigen, sondern hat rund 11,0 Liter Super ausgewiesen. Dank des 56 Liter fassenden Tank können damit gut 500 Kilometer zurückgelegt werden.

Eine betont sportliche Fahrweise ist mit dem neuen Opel jederzeit möglich, weil Lenkung, Fahrwerk und Sitzposition dabei gut mitspielen. Die hochfesten Stähle sorgen für einen steifen Aufbau, der eine derartige Gangart unterstützt.

Allerdings vermittelt das Fahrzeug beim gemütlichen Gleiten noch mehr Spaß. Dann kommen der angebotene Fahrwerks-Komfort, das niedrige Geräuschniveau und die sehr gediegen wirkende Verarbeitung voll zur Geltung. Es muss dazu ja nicht unbedingt an die Cote d´Azur gehen.

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