Maserati Quattroporte: Mehr Leistung und mehr Luxus

Der Maserati Quattroporte soll die schnellste Serienlimousine auf dem Markt sein. Mit 530 PS bis zu 307 Stundenkilometer schnell. Mit völlig neuer Optik, mehr Leistung und gesteigertem Luxus bietet Maserati die sechste Generation seines Flaggschiffs Quattroporte an.
Mit völlig neuer Optik, mehr Leistung und gesteigertem Luxus bietet Maserati die sechste Generation seines Flaggschiffs Quattroporte an.
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Mit völlig neuer Optik, mehr Leistung und gesteigertem Luxus bietet Maserati die sechste Generation seines Flaggschiffs Quattroporte an. Foto: Werksfoto

Die Luxuslimousine wird ab Ende Januar 2013 an die Kunden ausgeliefert. Zunächst allerdings nur in der von uns gefahrenen Topversion mit V8-Triebwerk mit 390 kW/530 PS ab etwa 147 000 Euro. Die V6-Zylinder-Varianten mit 302 kW /410 PS, die es mit Heckantrieb oder Allradantrieb ab knapp über 100 000 Euro beziehungsweise ab etwa 110 000 Euro gibt, folgt Mitte des Jahres.

Exakt 50 Jahre nach dem ersten Quattroporte, der mit 240 km/h die schnellste Serienlimousine seiner Zeit war, bietet Maserati das Fahrzeug jetzt wiederum mit einem Bestwert bei der Höchstgeschwindigkeit für Serienlimousinen an: 307 km/h soll das 5,26 Meter lange und mindestens 1900 Kilogramm schwere Luxusgefährt erzielen. Eine bessere Aerodynamik, mehr Leistung und ein gegenüber dem Vorgänger um rund 100 Kilogramm reduziertes Leergewicht helfen dabei, diese Höchstgeschwindigkeit zu erzielen. Zudem soll der Quattroporte V8 in 4,7 Sekunden von Null auf 100 km/h spurten.

Das überarbeitete 3,8-Liter-V8-Zylinder-Triebwerk bringt es auf ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmeter. Dank der beiden Turbolader schiebt die heckgetriebene Sportlimousine vorwärts, dass es die Insassen heftig in die groß bemessenen und gut konturierten Sitze presst. Während der Motor im Teillastbereich leise grummelnd vor sich hin arbeitet, ändert sich sein Ton bei voller Leistungsabgabe vom schnurrenden Kätzchen zum grollenden Raubtier. Dumpf und lauthals trommelt der V8-Zylinder seine Freude über die Arbeit aus den vier Endrohren der Auspufflage. Eine Achtgang-Automatik von ZF bringt die Urgewalt auf die Straße. Der Pilot kann aber per Knopfdruck wählen, ob er im reinen Automatikmodus fahren oder manuell mittels der Schalpaddel am Lenkrad die Gänge wechseln will.

Das adaptive Aluminium-Fahrwerk ist zwar sportlich ausgelegt, bietet aber trotzdem einen für diese Fahrzeugklasse angemessenen Komfort. Bodenwellen werden weitestgehend absorbiert, solange der Fahrer nicht den Sportmodus für das Fahrwerk per Knopfdruck aktiviert. Aber selbst in der normalen Konfiguration zeigt der gegenüber dem Vorgänger um 20 Zentimeter in der Länge gewachsene Italiener seine fahrdynamischen Eigenschaften, wenn der Straßenverlauf hauptsächlich aus Kurven besteht.

Dank einer Gewichtsverteilung von 50 zu 50 liegt er wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße und meistert alle Kurvenradien stabil und neutral. Nur wer dem Hecktriebler im falschen Moment zu viel Kraft über das Gaspedal bekommt, erzwingt ein Ausbrechen des Hecks. Doch nur kurzfristig, da das ESP dann sofort eingreift und wieder für einen sicheren Fahrzustand sorgt.

Wer glaubt, den angegebenen Durchschnittsverbrauch von 11,9 Litern pro 100 Kilometer erzielen zu können, wird enttäuscht. Trotz verhaltener Fahrweise über Landstraßen, Autobahn und Stadt genehmigte sich der von uns gefahrene Quattroporte im Schnitt über 19 Liter Super Plus pro 100 Kilometer. Und auch der CO2-Ausstoß von ohnehin schon hohen 287 g/km ist unhaltbar.

Neben einer deutlich verbesserten Fahrdynamik gegenüber dem Vorgängermodell darf sich der Kunde auch über eine gelungene, moderne und schnörkellose Karosserie freuen. Neue Scheinwerfer, eine neue Front mit riesigem Lufteinlass, das jetzt höhere Heck mit veränderten Rücklichtern und die gestreckte Karosserie gefallen auf Anhieb. Bei einem Radstand von 3,17 Metern bietet die Luxuslimousine auch ein üppiges Platzangebot im Innenraum, der von der edlen Materialauswahl dominiert wird. Auch auf den hinteren Sitzen können selbst groß gewachsene Menschen entspannen, ohne sich die Beine zu stauchen. Zudem wuchs das Kofferraumvolumen dank der längeren Karosserie um rund 100 Liter auf 530 Liter.

Als Manko in dieser Fahrzeugklasse müssen die nicht einmal gegen Aufpreis erhältlichen Assistenzsysteme angesehen werden. Weder Kollisionswarner, noch Spurhalteassistent bieten die Italiener an. Aber auch Kleinigkeiten wie ein Knopf, der dafür sorgt, dass der Kofferraum wieder selbsttätig schließt, fehlen einfach.

Der Maserati Quattroporte zielt auf die Kundschaft der Mercedes S-Klasse, Audi A8, 7er BMW, Porsche Panamera oder Jaguar XJ. Da er nicht gerade ein Billigangebot ist und es an Ausstattung mangelt, wird er es hierzulande nicht leicht haben. Die Maserati-Fans wird das allerdings nicht stören, und in Sachen Fahrdynamik gehört der Italiener zu den besten in seiner Klasse. Deutlich mehr Verkäufe werden sich ab Mitte des Jahres erzielen lassen, wenn der schwächere, aber auch deutlich günstigere Quattroporte mit V6-Motor auf den Markt kommt.

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