Fiat Panda: Der Panda als Klettermaxe

Fiat bietet seinen Kleinwagen mit einem elektronisch geregelten Allradsystem an. "Klein, aber oho" war der Panda schon immer.
Eine aufwendige elektronische Regelung kümmert sich um das Allrad-System des Fiat Panda.  FOTO: HERSTELLER
Eine aufwendige elektronische Regelung kümmert sich um das Allrad-System des Fiat Panda. FOTO: HERSTELLER

Fiat hat über mehrere Generationen hinweg aus der einstigen "tollen Kiste" - ein ironisch-selbstbewusster Werbespruch - ein modernes Auto für alle und alles gemacht und bietet es sogar als kompakten Klettermaxen an: Ab 16 390 Euro werden elektronisch geregelt alle vier Räder angetrieben. Der Aufpreis gegenüber dem Fronttriebler beträgt rund 3000 Euro, allerdings mit Karosserieveränderungen und besserer Ausstattung.

Mit einem manuell zuschaltbaren Allrad-System wie vor 30 Jahren im ersten 4x4-Panda mochte sich Fiat nicht zufriedengeben. Mit aufwendiger elektronischer Regelung kümmert sich das System nicht nur um Traktion, sondern auch um eine höhere Fahrsicherheit. Wobei die sensorgesteuerten Eingriffe über die Rettungstaten des serienmäßig anwesenden ESP hinausgehen. Es greift regelnd weit vor dem Risikofall ein und steuert die Motorkraftverteilung mit fein dosiertem Bremseneingriff zugunsten von Sicherheit und Traktion. Die grundsätzliche Neigung des Panda zum sicherheitsförderlichen Untersteuern mit einer Kraftverteilung von 60 zu 40 für vorne und hinten bleibt dabei erhalten. Zu den Feinheiten des Systems gehört auch dessen Fähigkeit zu erkennen, ob sich ein Rad aufgrund einer Kurvenfahrt oder wegen eines rutschigen Untergrunds schneller dreht.

Bei Ausfahrten im Matsch auf kaum gespurten Waldwegen schätzt man schnell die Wirkungen des 4x4-Systems. Konsequent schickt es in der schlammigen Steigung immer mehr Kraft nach hinten. Die Traktion stimmt, der knurrige Diesel knurrt noch lauter und der kleine Panda arbeitet sich unverdrossen voran. Auch die Anhöhe mit der nassen Wiese vermag ihn nicht zu stoppen. Da hilft sein relativ niedriges Gewicht, ein ausgewachsener Geländewagen würde sich tiefer eingraben. Auf dem mit nassem Laub bedeckten Försterweg gelingt dank der Traktionshilfen beste Beschleunigung, und der Fahrer muss rechtzeitig ans Bremsen denken. Da hilft zwar ESP, aber besser ist, sich nicht darauf zu verlassen.

Außerdem erweitert Fiat die aktuelle Panda-Palette: Die Version Natural Power fährt mit Erdgas oder mit Benzin (bivalente Auslegung). Für den Vortrieb der ausschließlich mit Frontantrieb ausgerüsteten Variante ist der kleine 0,9-Liter-Twin-Air-Zweizylinder mit 59 kW/80 PS und 145 Nm maximalem Drehmoment zuständig. Der Erdgas-Panda in der Lounge-Ausstattung kostet 15 390 Euro und nimmt für 100 km nur 3,1 Liter dieses Energieträgers zu sich. Somit fährt er für zehn Euro über 300 Kilometer weit.

Mit dem Offroad-Outfit des 4x4, aber ohne Allradantrieb kommt der Panda Trekking daher. Er ist mit einem Preis ab 14 390 Euro als robustes Stadtfahrzeug mit einem Hauch von Frey-Lodenmantel und Prada-Kletterrucksack ausgelegt. Das reicht allemal für das Erklimmen des Randsteins vor dem Boulevard-Café. Auch die Trekking-Version gibt es in bivalenter Ausführung, dann kostet der Erdgas-Panda 16 890 Euro.

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