Dacia Sandero: Günstiger geht es nicht

Trotz des niedrigen Preises bietet Dacia mit dem überarbeiteten Sandero ein solides Auto. Ausstattung verbessert
Das Einstiegsmodell des Dacia Sandero ist in Deutschalnd schon ab 6 990 Euro erhältlich.
								Foto: HERSTELLER
Das Einstiegsmodell des Dacia Sandero ist in Deutschalnd schon ab 6 990 Euro erhältlich. Foto: HERSTELLER

Ein günstigeres Auto als den Dacia Sandero gibt es in Deutschland nicht. Auch das überarbeitete Modell kostet trotz verbesserter Ausstattung in der Einstiegsversion mit 55 kW/75 PS nur 6 990 Euro. Wer sich für den moderneren Dreizylinder-Motor mit 66 kW/90 PS entscheidet, muss 10 090 Euro überweisen.

Der Kleinwagen Dacia Sandero der zweiten Generation kommt Anfang des Jahres 2013 mit neuen Lichteinheiten an Front und Heck und einem überarbeiteten Frontdesign auf den Markt. Gegenüber dem Vorgängermodell hat der Fronttriebler mit 4,057 Meter um 38 Millimeter in der Länge und mit 1,733 Meter um sieben Millimeter in der Breite zugelegt. Mit einer Höhe von 1,523 Meter ist er um 16 Millimeter flacher geworden.

Die Sitze sind straff gepolstert, und die Vordersitze bieten nur wenig Seitenhalt. Dafür haben die bis zu drei Personen auf der Rückbank selbst bei komplett nach hinten geschobenen Frontsitzen genügend Beinfreiheit. Die Passagiere sitzen auch hier relativ entspannt. Der Fünftürer bietet mit hochgeklappter Rückbank ein Gepäckraumvolumen von 320 Litern und mit umgeklappten Sitzen bis zu 1200 Liter - ordentlicher Stauraum für Gepäck. Die Ladekante ist allerdings etwas hoch und die Einladeöffnung recht schmal geraten. Weitaus störender sind aber die großen hinteren Türen. Wer nicht aufpasst, schlägt sich beim Schließen von außen die obere Türkante gegen das Gesicht oder die Brust. Das im Innenraum verbaute Plastik macht einen stabilen Eindruck, ohne billig zu erscheinen. Die Instrumente sind übersichtlich angeordnet und gut ablesbar. Viele Ablagefächer bieten Platz für allerlei Kleinigkeiten, und das Multimediasystem mit Navigation und Touchscreen kann sich auch in höherwertigen Fahrzeugen sehen lassen.

Bei dem von uns gefahrenen, 66 kW/90 PS starken 0,9-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner stört - wie auch beim neuen Renault Clio - das Ruckeln des Triebwerks, wenn der Fahrer plötzlich vom Gaspedal geht. Durch das geringe Drehmoment von 135 Newtonmetern, das bei 2500 Umdrehungen anliegt, fordert das Fünfganggetriebe einen frühen Gangwechsel. Ohne sportliche Leistungen zu erwarten, kann der Fahrer gemütlich mit dem Strom schwimmen. Immerhin beschleunigt das nur 1035 Kilogramm schwere Anti-Status-Gefährt in 11,1 Sekunden von Null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 175 km/h angegeben. Auf kurvigen Landstraßen reagiert der Fronttriebler etwas träge auf Lenkbefehle, und das Fahrwerk ist ein wenig zu straff ausgelegt. Harte Stöße werden fast ungefiltert an die Insassen weitergeleitet. Wer sich für ein solches Fahrzeug entscheidet, sieht über solche Unzulänglichkeiten leicht hinweg, denn die Wirtschaftlichkeit steht mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 5,2 Litern Super je 100 Kilometer und einem CO2-Ausstoß von 120 Gramm pro Kilometer im Vordergrund.

Die getestete Motorvariante kostet 10 090 Euro. Das serienmäßig mit elektronischem Stabilitätsprogramm ESP ausgestattete Grundmodell gibt es schon ab 6 990 Euro. Die Diesel-Version liegt bei 11 890 Euro. Dank seines Preises ist der Kompaktwagen seit 2007 zu einem echten Erfolg geworden. Mit deutlich verbesserter Ausstattung, dem guten Platzangebot, dem günstigen Preis und dem niedrigen Verbrauch bietet der neue Sandero all das, was die Kundschaft erwartet. Mit 26 Prozent Markenanteil an den bisher verkauften Dacia-Modellen in Europa ist er einer der wichtigsten Bausteine im Programmangebot des rumänischen Herstellers. mid

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