Warum nutzen Bremsbeläge nicht sofort ab?

Bremsbeläge

Es dauert eine Weile bis Bremsbeläge wirklich abgenutzt sind. Foto: Sebastian Kahnert

29.01.2013 Essen. Wer schon einmal mit seinem Wagen eine starke Bremsung hingelegt hat, der kann ahnen, was die Bremsbeläge auszuhalten haben. Auch schon bei gewöhnlichem Gebrauch sind die Autoteile stark beansprucht. Daher ist ein robustes Material unverzichtbar.

Bremsbeläge müssen extrem belastbar sein. Beim Verzögern eines Autos sind sie Temperaturen von bis zu 800 Grad Celsius ausgesetzt. Die Beläge dürfen weder verglühen oder schnell verschleißen noch die Bremsscheiben beschädigen, weil sie zu hart sind. Das gleiche gilt für die Bremsbacken in Trommelbremsen. Deshalb kommen besonders widerstandsfähige Reibmaterialien zum Einsatz, erklärt der TÜV Nord.

Bremsbeläge enthalten je nach Ausführung einen Metallanteil von bis zu 65 Prozent - etwa Kupfer, Messing und Eisen. Hinzukommen verschiedene Sulfide sowie Fasern aus Glas, Gummi und neuerdings Karbon. Kunst- und Naturharze dienen als Füllstoffe. Asbest ist seit 1990 verboten. Die genaue Zusammensetzung des Materials halten die Hersteller meist geheim. (dpa/tmn)