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Wahlkreis 30: Oft geht es um Sicherheit und Lärmschutz
Von Lisa Inhoffen
Bonn. Da Stadtteile aus gleich drei Stadtbezirken in einem Wahlkreis zusammengefasst sind, ist klar, dass die Sorgen und Nöte der Bewohner teilweise recht unterschiedlich ausfallen. Da ist zum einen Bad Godesberg, wo das Thema Sicherheit den Bürgern seit langem schon auf den Nägeln brennt.
Erst im März, wenige Tage nach einer Sicherheitskonferenz in der Stadthalle, war eine junge Frau auf offener Straße überfallen, körperlich schwer traktiert und ausgeraubt worden. Auch wenn die Polizei mitteilt, dass sich die Lage in der einstigen Badestadt vor allem hinsichtlich der Einbruchszahlen doch deutlich entspannt habe, so sehen viele Eltern nach wie wie vor eine hohe Gefährdung für Jugendliche.
Im Hardtberg beschäftigt viele Bürger aktuell unter anderem die Frage, was angesichts der Umzugspläne von Verteidigungsminister Thomas de Maizière einmal aus dem Bundesverteidigungsministerium wird. Schließlich sind viele Menschen, die auf der Hardthöhe arbeiten, im kleinsten Bonner Stadtbezirk schon viele Jahre zu Hause und wollen auf keinen Fall mit Kind und Kegel an die Spree ziehen.
Weitere Themen sind die Bebauung in Duisdorf "Am Bruch" und die heißdiskutierte Frage, wie dort der Verkehr geregelt werden kann, sowie der seit langem geplante zweigleisige Ausbau der RB 23 nach Euskirchen. Ebenso auf der Agenda: die Zukunft der ehemaligen Gallwitz-Kaserne und das einstige Gelände des Bundesgrenzschutzes, wo Wohnungen gebaut werden sollen.
In den südlichen Stadtteilen ist der Lärmschutz entlang der Bahngleise und eine fehlende Unterführung in Dottendorf Dauerbrenner. In ganz Bonn spielt das Thema rund um die Betreuungsplätze für Kleinstkinder bis hin zu den Grundschülern eine große Rolle. Die Nachfrage vor allem nach Plätze für unter Dreijährige wächst stetig, doch das Angebot reicht bei weitem nicht aus.
Der Wahlkreis 30 war bislang fest in CDU-Hand. Mehr als zehn Jahre wurde er von dem ehemaligen Hardtberger Bezirksvorsteher Gerhard Lorth als direkt gewählter Abgeordneter in Düsseldorf vertreten; seit der Wahl 2010 sitzt der Bad Godesberger Benedikt Hauser in der CDU-Landtagsfraktion.
Zahlen und Fakten
Nach der Neueinteilung der Bonner Landtagswahlkreise vor der Landtagswahl 2010 gehören zum Wahlkreis 30 (Bonn II) die Stadtbezirke Bad Godesberg und Hardtberg sowie Teile des südlichen Bonns wie Dottendorf, Kessenich, Poppelsdorf, Ippendorf, Venusberg, Röttgen, Ückesdorf und Endenich I (rund um die katholische Magdalenenkirche).
Im Landtagswahlkreis 30 gibt es rund 110.000 Wahlberechtigte, das sind 5.000 weniger als im Wahlkreis 29 (Bonn I, westliche und nördliche Stadtteile und der gesamte Stadtbezirk Beuel) ). 10 750 Wahlberechtigte (9,8 Prozent) sind 18 bis 24 Jahre alt. 33 500 (33,2 Prozent) sind 60 Jahre oder älter. 8,9 Prozent der Wahlberechtigten haben ausländische Wurzeln. In ganz Bonn sind es 9,6 Prozent. (Quelle: Stadt Bonn).
Wer noch antritt
Im Wahlkreis 30 (Bonn I) bewirbt sich nach Angaben der Stadt Bonn noch ein weiterer Direktkandidat: Volker Ludwig. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur ist 1966 in Bonn geboren und tritt als Einzelbewerber an.
Einen weiteren Direktkandidaten gibt es auch im Wahlkreis 29 (Bonn I): Bei seiner Vorstellung in einer unserer vorherigen Ausgaben hatte sich durch eine Übertragungspanne der Fehlerteufel eingeschlichen. Es handelt sich um den 1964 geborenen Sven-Oliver Janz. Der Diplom-Verwaltungswirt tritt für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat,Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)an.
Artikel vom 05.05.2012
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