Wahlabrede: SPD rudert zurück

Bonn.  Die SPD rudert kräftig zurück und will nun von der zwischen den Landtagskandidaten Renate Hendricks (SPD) und Rolf Beu (Grüne) getroffenen Abrede über eine Wahlempfehlung ("Erststimme der SPD-Kandidatin, Zweitstimme den Grünen") nichts mehr wissen.

Durch eine "unklare Formulierung bei einer öffentlichen Veranstaltung" sei ein "Missverständnis" entstanden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Kreisparteichef Ernesto Harder sowie der Landtagskandidaten Renate Hendricks und Bernhard "Felix" von Grünberg. Dabei hatte Hendricks am Mittwoch noch gesagt: "Ich stehe zu der Wahlempfehlung."

Die grüne Bundestagsabgeordnete Katja Dörner kommentierte die Abrede gestern Morgen noch als "sehr vernünftig". Der grüne Kreisverband stand jedenfalls hinter Beus Wahlaussage. Harder selbst hatte am Vortag die Strategie seiner Genossin auch noch als "vollkommen in Ordnung" bezeichnet.

Am Freitag sagte er: "Unser Ziel ist es, möglichst viele Erst- und Zweitstimmen zu erreichen, damit beide Bonner SPD-Kandidaten ihren Wahlkreis direkt holen. Es gab keinen Aufruf aus der Bonner SPD, einer anderen Partei als der SPD die Stimme zu geben."

Rolf Beu versteht die Wende nicht: "Die Aussage von Frau Hendricks war völlig eindeutig. Ich finde das auch nach wie vor in Ordnung." Dörner findet die Reaktion "durchsichtig". Die grüne Kandidatin Angelica Maria Kappel kommentiert auf Facebook: "Hannelore hat angerufen." Stimmt's? Harder: "Wir kriegen keinen Druck aus Düsseldorf." Dazu wollte SPD-Landesparteisprecher Christian Obrok nichts sagen. Er meinte nur: "Das ist allein Sache der Bonner SPD, und die Erklärung ist deutlich genug."

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