WM kompakt

Frankreich und Belgien sind im Halbfinale

Bonn. Die erste Halbfinalbegegnung der Fußball-WM in Russland steht fest: Frankreich und Belgien kämpfen am 10. Juli um ein Finalticket. Brasilien und Uruguay müssen nach Hause fahren.

Die Belgier haben bei der WM in Russland für eine weitere Sensation gesorgt und Rekord-Weltmeister Brasilien aus dem Wettbewerb geworfen. Im zweiten Viertelfinale in Kasan gewannen die Roten Teufel mit 2:1 gegen die Selecao.

Fernandinho (13., Eigentor) und der Ex-Bundesliga-Profi Kevin De Bruyne (31.) schossen die Siegtore. für Belgien Dem Ex-Leverkusener Renato Augusto (76.) gelang nur noch das Anschlusstor.

Im Halbfinale trifft Belgien am kommenden Dienstag um 20 Uhr in St. Petersburg auf Vize-Europameister Frankreich.

Franzosen ziehen als erste Mannschaft ins Halbfinale ein

Frankreich ist ins Halbfinale der Fußball-WM in Russland eingezogen. Der Vize-Europameister bezwang in Nischni Nowgorod Uruguay mit 2:0. In der Runde der letzten Vier trifft die Equipe Tricolore am Dienstag auf die Belgier.

In einer hart umkämpften Partie brachte Raphael Varane die Franzosen vor dem Wechsel in Führung. Der Verteidiger von Real Madrid traf nach einer Ecke per Kopf. Nach einer guten Stunde nahm sich Antoine Griezmann ein Herz und zog aus knapp zwanzig Metern ab. Den Ball faustete Uruguays Keeper Fernando Muslera ins eigene Netz. "Frankreich war eine sehr starke Mannschaft, uns hat heute die Torgefahr gefehlt. Natürlich sind wir enttäuscht", sagte Uruguays Kapitän Diego Godin. Die Südamerikaner konnten den Ausfall ihres Stürmerstars Cavani nicht auffangen, der beinharte Verteidiger Jose Gimenez weinte schon vor dem Schlusspfiff.

Bierhoff rudert zurück

Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff hat versucht, sich von seinen eigenen Aussagen bezüglich Mesut Özil zu distanzieren. "Leider wird diese Diskussion auch noch nach Wochen sehr emotional geführt. Es tut mir leid, dass ich mich da offenbar falsch ausgedrückt habe und diese Aussagen missinterpretiert werden", sagte Bierhoff der Bild-Zeitung.

Der Europameister von 1996 hatte zuvor im Interview mit der Welt gesagt: "Wir haben Spieler bei der deutschen Nationalmannschaft bislang noch nie zu etwas gezwungen, sondern immer versucht, sie für eine Sache zu überzeugen. Das ist uns bei Mesut nicht gelungen. Und insofern hätte man überlegen müssen, ob man sportlich auf ihn verzichtet."

Diese Aussagen, so Bierhoff am Tag danach, bedeuteten "in keinem Fall, dass es im Nachhinein falsch gewesen sei, Mesut mitzunehmen". Was er sage, sei, "dass wir im Vorfeld der WM vor der Frage standen, ob er aus sportlichen Gründen mitfährt. Wir haben uns bewusst für ihn entschieden. Und dazu stehen wir auch". Man werde in der Analyse "natürlich auch mit Mesut über dieses Thema sprechen".

Das Achtelfinale

30. Juni:

Frankreich - Argentinien: 4:3

Uruguay - Portugal: 1:2

01. Juli:

Russland - Spanien 4:3 i.E.

Kroatien - Dänemark 3:2 i.E.

02. Juli:

Brasilien - Mexiko 2:0

Belgien - Japan 3:2

03. Juli:

Schweden - Schweiz 1:0

Kolumbien - England 4:3 i.E.

Das Viertelfinale

06. Juli:

Uruguay - Frankreich 0:2

Brasilien - Belgien 1:2

07. Juli:

Schweden - England (16 Uhr)

Russland - Kroatien (20 Uhr)

Das Halbfinale

10. Juli:

Frankreich - Belgien (20 Uhr)

11. Juli:

Schweden/England - Russland/Kroatien (20 Uhr)

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(Mit Material vom sid und dpa)