Basketball-Bundesliga

Telekom Baskets verlieren in München mit 91:104

Bonn.  Ein Leistungseinbruch von etwa fünf Minuten hat die Telekom Baskets Bonn im Spiel der Basketball-Bundesliga beim FC Bayern München entscheidend aus dem Tritt gebracht. Nach einer starken ersten Halbzeit verloren die Bonner vor 6469 Zuschauern im Audi Dome mit 91:104 (18:19, 20:18, 23:34, 30:33).
Stark unter Druck gesetzt wurde Baskets-Spielmacher Jared Jordan von der Bayern-Defensive um Steffen Hamann. Foto: Lutz Matthias

Baskets-Trainer Michael Koch war klar, dass es für seine Mannschaft gegen die individuell herausragend besetzten Bayern schwer werden würde. Dennoch rechnete er sich Siegchancen aus, weil der neue Trainer Svetislav Pesic erst vor zwei Wochen seinen Dienst angetreten hat. Davor waren die Münchner zuletzt vor eigenem Publikum verunsichert aufgetreten.

 Eine Halbzeit lang schien es so, als sollte sich das gegen die Baskets fortsetzen. Zwar verteidigten die Gastgeber äußerst aggressiv und übten vor allem viel Druck auf den Bonner Spielmacher Jared Jordan aus, doch die Gäste blieben ruhig, brachten ihren Gegner durch eine vom Sprungball weg praktizierte Zonenverteidigung in arge Verlegenheit und verwandelten in der Offensive meist sicher ihre Chancen.

Großes Manko war aber, dass sie den hoch motivierten Bayern das ganze Spiel über viele Offensiv-Rebounds und damit zweite und dritte Wurfchancen gestatteten. Das war ein Grund dafür, warum sich die Baskets nicht in höherem Maße für ihr couragiertes Spiel belohnen konnten. Trotz eines 10:16-Rückstandes blieben sie zunächst ruhig und konterten durch Benas Veikalas, Patrick Ewing jr. und Jonas Wohlfarth-Bottermann zum 16:16-Ausgleich.

Vor allem der mit dem Rücken zum Korb verwandelte Alley-oop-Dunk von Ewing nach Anspiel von Vaden verzückte die mehr als 200 mitgereisten Bonner Fans. Es war ein Spiel auf hohem Niveau, in dem die Baskets nach Vadens Korb mit 33:30 vorn lagen. Diese Drei-Punkte-Führung hatte auch noch kurz vor der Pause nach David McCrays Freiwürfen zum 38:35 Bestand. Die Bonner durften zuversichtlich in die Pause gehen.

 Danach legte Vaden mit einem Dreier zum 41:37 nach, ehe der Faden bei seiner Mannschaft riss. Innerhalb von rund fünf Minuten wurden sie von den Bayern, die immer selbstbewusster wurden und ihr riesiges individuelles und athletisches Potenzial erstmals in dieser Saison voll ausschöpften, überrollt. Nach einem 20:2-Lauf der Hausherren sahen sich die Bonner mit einer 43:57-Rückstand konfrontiert.

Getragen wurde das Münchner Spiel vor allem von den starken Nationalspielern Robin Benzing und Jan-Hendrik Jagla, der einen Dreier nach dem anderen versenkte. Die Baskets leisteten sich in der Offensive jetzt einige schmerzhafte Ballverluste und stellten dann von Zonenverteidigung auf Manndeckung um.

"Wir sind in der zweiten Halbzeit nicht mit genug Elan und Konzentration zurück aufs Feld gekommen. In der Pause haben wir des Thema Rebounding angesprochen, konnten München aber auch nach dem Seitenwechsel nicht aus unserer Zone halten. Dadurch sind wir in der zweiten Halbzeit immer hinterhergelaufen, zumal Münchens Dreier im dritten Viertel unsere Zonenverteidigung ausgehebelt hat", analysierte Mike Koch.

 So ganz unzufrieden war er mit dem Spiel seiner Mannschaft aber nicht. "Wir haben trotz des großen Drucks 91 Punkte gemacht, haben uns nicht aufgegeben und ins Spiel zurückgekämpft. Doch wenn die Bayern so selbstbewusst auftreten, sind sie ganz schwer zu schlagen", sagte Mike Koch.

 17 Punkte (45:62) lag sein Team zurück, als es sich wieder stabilisierte und auf 68:60 (29.) verkürzte. Daran war unter anderem Kyle Weems mit sieben Punkten beteiligt. Näher als acht Punkte kam Bonn aber nicht mehr heran.

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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