Basketball-Vorbereitungsturnier Gezeiten Haus Cup Telekom Baskets und Dragons Rhöndorf im Test für die neue Saison

BAD HONNEF. Die Chance auf eine Revanche für die letztjährige Niederlage ist eingetütet: Beim traditionellen Vorbereitungsturnier Gezeiten Haus Cup stehen in diesem Jahr wieder die Telekom Baskets Bonn und die fränkische Mannschaft s.Oliver Baskets Würzburg im Finale.

2017 siegte Würzburg gegen Bonn in einem ruppigen Endspiel der beiden Basketballbundesligisten mit 71:67. Es regnete unsportliche und disqualifizierende Fouls auf beiden Seiten.

Das diesjährige Endspiel steigt am Sonntag in der Rhöndorfer Sporthalle am Menzenberg um 16.30 Uhr. Zuvor treffen die gastgebenden Dragons Rhöndorf (Zweite Liga Pro B) um 14 Uhr im Spiel um Platz drei auf Frankfurt. Die Würzburger setzten sich am Samstagnachmittag gegen den Ligakonkurrenten Fraport Skyliners aus Frankfurt mit 85:79 (23:18/19:29/24:16/19:16) durch.

Am Abend trafen dann die Dragons Rhöndorf vor mehr als 1.000 Zuschauern in der Sporthalle am Menzenberg auf den Kooperationspartner Telekom Baskets Bonn. Natürlich siegte der turmhohe Favorit mit 104:62 (28:17 / 30:13 / 22:18 / 25:15). Dennoch bot das ungleiche Duell sehenswerte Unterhaltung, zumal sich beide Teams während der intensiven Saisonvorbereitung erstmals den Fans „vor der eigenen Haustür präsentierten“. Klar, dass die Neugierde auf die neuformierten Mannschaften groß war.

Bei den Rhöndorfern musste Trainer Thomas Adelt gleich auf vier Spieler verzichten. Noah Litzbach fehlte verletzungsbedingt. Bo Meister und Jo Koschade mischten beim Kooperationspartner Telekom Baskets mit. Und der wichtige litauische Center Zygimantas Riauka war aufgrund eines familiären Trauerfalls in seinem Heimatland und befand sich während des Spiels wieder im Flugzeug Richtung Deutschland.

Dafür waren zwei Nachwuchsspieler aus der NBBL-Mannschaft dabei sowie Trainingsspieler Lotola Otshumbe und das 17-jährige slowakische Nachwuchstalent Samuel Horvath. Bei den Telekom Baskets Bonn wurde Yorman P. Bartolo aufgrund einer Patella-Sehnenreizung geschont. Die Baskets präsentierten sich trotz einer harten Trainingseinheit taufrisch. Aufgrund der neuen Teamzusammenstellung haben die Bonner an Athletik hinzugewonnen und können nach Ballgewinnen nun noch schneller angreifen.

Mit dem neuen 2,08 Meter großen Center-Koloss Charles Jackson haben die Baskets einen 25-jährigen US-Amerikaner an Bord, der bedrohlich die Korbanlagen am Menzenberg malträtierte. Im Rebound dürften die Bonner diese Saison ihre Schwächen der vergangenen Saison vielleicht ausmerzen können.

Außerdem preschten immer wieder die athletischen Neuzugänge Ra’shad James und Jarelle Reischel nach vorne. Bonn nutzte zahlreiche Optionen, um zu punkten und war auch jenseits der Dreipunktelinie treffsicher. James Web III netzte schon in der ersten Halbzeit vier Dreier bei nur fünf Versuchen ein. So motiviert wie seine Jungs war auch Basket-Coach Pedrag Krunic, der sein Team gestenreich anfeuerte. Rhöndorf wehrte sich aber tapfer und bot insgesamt eine ansprechende Leistung.

Der neue Drachen-Leistungsträger Raekon Miller hatte zwar einen schweren Stand, doch seine Teamkameraden mühten sich redlich und kämpften um jeden Ball, auch wenn die Handlungsschnelligkeit der Baskets zu hoch war. Center Alex Möller bot gegen die starken Baskets eine sehr gute Leistung. Einen hervorragenden Eindruck hinterließ der Nachwuchsspieler mit der Nummer 32, Samuel Horvath. Der 17-jährige Slowake, der im vergangenen Jahr bei der U16-Europameisterschaft enorm stark aufspielte, würde ideal zu Rhöndorf passen.

Man darf davon ausgehen, dass die Vereinsverantwortlichen alle Hebel in Bewegung setzen, um ihn irgendwie an den Menzenberg zu lotsen. Doch nicht nur Rhöndorf hält Augen und Ohren offen. Die Telekom Baskets Bonn sind aktuell noch auf der Suche nach einem hochgewachsenen Guard, der aber im Duell gegen Rhöndorf nicht von Nöten war.

Dragons Rhöndorf: Klesper (2 Punkte), Mvoezolo (15), Otshumbe, Dia (4), Miller (7/1 Dreier), Kneesch (4), Gruber, Jasinski (3), Möller (13/1), Falkenstein (8), Uzelac (2), Horvath (5/1).

Telekom Baskets Bonn: Reischel (7/1), Subotic (15/1), James (13/1), Jackson (19), DiLeo (7), Breunig 14), Mayo (6), Web III (17/5), Meister (5/1), Koschade (2). 

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