Im belgischen Aalst

Telekom Baskets starten in die zweite Runde der EuroChallenge

Bonn.  Die Pause war kurz. Nach dem 74:64-Sieg in der Basketball-Bundesliga gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig gewährte Trainer Michael Koch seinen seinen Spielern einen freien Sonntag, schon gestern ging es nach Vormittagstraining und gemeinsamem Mittagessen im Bus Richtung europäischer Wettbewerb.
Nur Jared Jordan weiß, was Jared Jordan vor hat. Der Spielmacher überrascht Gegner - und manchmal auch Mitspieler.
							Foto: Jörn Wolter
Nur Jared Jordan weiß, was Jared Jordan vor hat. Der Spielmacher überrascht Gegner - und manchmal auch Mitspieler. Foto: Jörn Wolter

Belgien war das Ziel. Am Dienstagabend (20.30 Uhr) bestreiten die Baskets bei Okapi Aalstar ihre Auftaktpartie in der zweiten Runde der EuroChallenge. Während alle anderen am Sonntag ein bisschen abschalten konnten, beschäftigten sich Jamel McLean und Trainer Michael Koch mit Basketball

Dem Neuzugang brummte noch immer der Schädel - eine Nachwirkung des im zweiten Viertel erlittenen und danach in der Uni-Klinik gerichteten Nasenbeinbruchs. Und der Coach sah sich an seinem Geburtstag Videos mit belgischen Basketballern in der Hauptrolle an.

"Normalerweise sind solche Partien ideal um neue Spieler einzubauen", sagte er im Hinblick auf McLean und dessen Verletzungspause. "Aber wir hatten trotzdem Glück im Unglück: er musste nicht operiert werden, vielleicht ist er gegen Oldenburg am nächsten Mittwoch schon wieder dabei."

Immerhin reist der Pechvogel gemeinsam mit Florian Koch am Dienstag nach, um seine Mannschaftskameraden von der Bank aus zu unterstützen. Denn ein Sieg wäre schon eine gute Basis für die Runde der letzten Sechzehn. In die erste Runde waren die Baskets mit einem Erfolg in Antwerpen gestartet.

"So ein Auftakterfolg auswärts wäre schon die Viertel-Miete - und er gibt Selbstvertrauen", sagt Koch. Und genau das ist ihm wichtig: Selbstvertrauen. "Wir können endlich mal wieder mit einer gewissen Lockerheit in ein Spiel gehen. Das hat uns zuletzt gefehlt", sagt der 47-Jährige, dessen Team angesichts der Tabellensituation ganz offensichtlich stark unter Druck stand.

Gegen Braunschweig erarbeiteten sich die Baskets ihren Sieg über die Verteidigung. Keine alltägliche Bonner Tugend in dieser Saison. "Es hilft, zu sehen, dass es auch mal so geht", sagt Koch.

Telekom Baskets - Braunschweig
"Aber man muss ehrlich sein: Braunschweig war offensiv nicht so stark wie andere Gegner. Wir sind nicht plötzlich eine Verteidigungsmannschaft. Aber auch da wird uns Jamel weiterhelfen." Koch will beides verbessert sehen: Mehr Konstanz in der starken Offensive, mehr Konsequenz in der nicht ganz so starken Defensive.

Da kommt Belgien gerade recht. " So können wir trotz des All-Star-Wochenendes unseren Rhythmus halten", sagt Koch, doch er betont: "Das Hauptaugenmerk bleibt auf der Bundesliga. Wenn wir europäisch unter die letzten Vier kommen und in der BBL auf keinen grünen Zweig - nützt uns das gar nichts."

Die Videos zeigten Koch vor allem wechselnde Formationen, weil die Belgier vom Verletzungspech verfolgt selten in der gleichen Aufstellung spielen konnten. Dennoch kennen die Baskets die Grundzüge des belgischen Spiels. Denn auch im letzten Jahr führte der europäische Wettbewerb die Bonner nach Aalst, Trainer Brad Dean ist immer noch dort. "Deshalb werden sie - in welcher Formation auch immer - zumindest in den Grundzügen ähnlich spielen wie letztes Jahr", sagt Koch, "denn die Handschrift bleibt doch dieselbe."

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

Abo-Bestellung
Baskets Spieplan
Baskets Online-Shop
Baskets-InTeam
Tickets bestellen
Der Kader der Baskets