Letzter Test vor Saisonauftakt

Telekom Baskets gewinnen in Göttingen mit 93:88

Und ab nach vorn: Konstantin Klein und die Baskets schalten nach einem Ballgewinn schnell in den Vorwärtsgang.

Und ab nach vorn: Konstantin Klein und die Baskets schalten nach einem Ballgewinn schnell in den Vorwärtsgang.

Bonn. Die Telekom Baskets Bonn haben den letzten Test der Saisonvorbereitung gewonnen. In Göttingen gewann das Team von Pradrag Krunic nach Verlängerung mit 93:88.

Training, Mittagessen, Busfahrt, Übernachtung im Hotel – Predrag Krunic wollte mit dem Testspiel bei der BG Göttingen ganz bewusst die Auswärtsspielroutinen für seine Mannschaft simulieren. Nach der Generalprobe für den Saisonstart zog der Cheftrainer der Telekom Baskets zufrieden Zwischenbilanz: „Das war ein sehr guter Test von hoher Intensität und sogar mit Verlängerung.“ Auch das wäre also für den Fall der Fälle schon mal durchgespielt – und die Baskets hatten nach den fünf Extraminuten vor knapp 1000 Zuschauern das bessere Ende für sich: 93:88 (22:30, 19:20, 20:10, 17: 18, 15:10).

Nach Ende der regulären Spielzeit hatte Evan Smotrycz die Veilchen per Dreier in die Overtime gerettet. Da allerdings zeigte Baskets-Spielmacher und Kapitän Josh Mayo, dass ihn die Lebensweisheit, nach der auf eine missglückte Generalprobe eine gelungene Premiere folgt, gar nicht interessiert. Er wollte hier und jetzt gewinnen und führte seine Mannschaft mit 13 seiner insgesamt 20 Punkte zum Sieg.

Spielverlauf und Trainerstimmung stellen die Viertelergebnisse einigermaßen anschaulich dar. „Wir haben nach der Pause deutlich besser verteidigt“, sagte Krunic und ergänzte: „Wir sind einen deutlichen Schritt weiter.“ Weiter als in der noch etwas holprigen Partie gegen die Fraport Skyliners am vergangenen Donnerstag. Da war streckenweise offensichtlich, dass da ein Team noch auf der Suche nach seiner Feinabstimmung ist. In Göttingen ging es physisch zur Sache, das sah schon nach Bundesliga aus. Sowohl Julian Gamble (13 Punkte, 10 Rebounds) als auch Neuzugang Nemanja Djurisic (10 Punkte, 10 Rebounds), der erst seit vergangener Woche bei der Mannschaft ist, sammelten ein Double-Double. Auch das freute Krunic: „Das war jetzt im Grunde das zweite Spiel, in dem wir alle an Bord hatten. Dafür war es sehr gut. Es geht aber noch besser.“

Vier Tage hat er noch Zeit, die letzten Rädchen in seinem System zu justieren, dann geht es in der Qualifikation zu Champions League entweder nach Spanien oder nach Finnland. Joventut Badalona und Kataja Basket streiten darum, mit den Baskets um das Ticket für den Fiba-Wettbewerb zu spielen. Insofern war der freie Sonntag für Krunic dann auch nicht ganz frei: Er guckte sich das Hinspiel zwischen den beiden möglichen ersten Pflichtspielgegnern der Saison an, das Kataja am Sonntagabend in Badalona mit 79:75 gewann. Das Rückspiel wird am Dienstag ausgetragen.

Wer dann der Gegner wird, ist Krunic egal. „Wir müssen uns ohnehin auf uns konzentrieren, gerade jetzt in dieser frühen Phase, in der noch nicht alles automatisch funktioniert.“ Und jetzt kommt wieder ein „Störer“ des noch sensiblen Systems hinzu, der zu einem Rädchen geformt werden muss, das sich in die Baskets 2017/18 einfügt: Der letzte Neuzugang, Malcolm Hill, landete am Sonntagmittag in Frankfurt und steigt ins Training ein.

Bonn: Curry (9/2 Dreier), Parks (11), Klein, Djurisic (10, 10 Rebounds), Gamble (13, 10 Reb.), Jasinski, DiLeo (12/3), Breunig (8), Polas Bartolo (10, 5 Reb., 4 Steals), Mayo (20/1, 6 Reb.).