Basketball-Bundesliga

Telekom Baskets gewinnen gegen Science City Jena

Die Telekom Baskets haben gewonnen.

Die Telekom Baskets haben gewonnen.

Bonn. Wiedergutmachung, Teil 2: gelungen. Die Telekom Baskets Bonn haben nach der Hinspielniederlage gegen Science City Jena das Rückspiel souverän mit 102:80 (13:13, 30:24, 29:20, 30:23) gewonnen.

Auch wenn Jena lange in Schlagdistanz blieb, waren die Thüringer am Ende gegen die geschlossene Mannschaftsleistung der Baskets, aus der Topscorer Malcolm Hill (24 Punkte), Julian Gamble mit einem Double-Double (17 Punkte/10 Rebounds) und Spielmacher Josh Mayo mit wichtigen Punkten zur richtigen Zeit herausragten, machtlos.

„Die Punkte interessieren mich nicht so sehr“, sagte Hill anschließend in die TV-Kamera. „Meine Defense war stark, und dafür möchte ich mich bei Yorman bedanken. Mit ihm muss ich mich in jedem Training messen, er macht mich jeden Tag besser. Wir haben uns an unseren Plan gehalten und das hat sich am Ende ausgezahlt.“

Damit verteidigten die Baskets Platz fünf, am Samstag war Oldenburg mit einem Sieg in Tübingen vorübergehend an Bonn vorbeigezogen. Gleichzeitig brachte Göttingen mit einem Erfolg gegen Frankfurt etwas mehr Luft zwischen Bonn und die Hessen.

Krunic begann wie üblich: Spielmacher Josh Mayo führte TJ DiLeo, Yorman Polas Bartolo, Tomislav Zubcic und Julian Gamble aufs Feld. Nach zwei verworfenen Dreiern von Zubcic und DiLeo brachte Polas Bartolo aus der Distanz die ersten drei Punkte auf die Anzeigetafel und die Baskets in die Partie. Der 2:3-Anschluss durch Max Ugrai sollte dank konsequenter Bonner Verteidigung und überschaubarer Treffsicherheit der Gäste lange der einzige Jenaer Korberfolg bleiben. Bis zur fünften Minute zogen die Baskets auf 10:2 davon, dann waren es die Gäste, die punkteten – bis zum 10:10 (8.). Die Zuschauer standen auf – hier war ein bisschen Unterstützung notwendig.

Vier Dreier und ein Freiwurf – das war die Bonner Ausbeute des ersten Viertels (13:13). Da war noch Luft nach oben, doch im Zuge von Krunics Personalwechsel hatte sich der Spielfluss mit auf die Bank gesetzt. Es wurde etwas zäh. Aber als Djurisic per Dreier zum Bonner 22:15 traf (12.), sah Gästetrainer Björn Harmsen Gesprächsbedarf und bat sein Personal zur Auszeit. Von der Bonner Bank sprangen die Starter auf, um ihre Kollegen in Empfang zu nehmen und ihre Zufriedenheit mit den Fünfen zu demonstrieren, die sich nun erfolgreich in die Partie gebissen hatten. Gamble verpasste Djurisic einen kräftigen Klaps.

Jena hatte es wahrlich nicht leicht, denn bei den Baskets griff ein Rädchen ins andere. Krunics Team spielte mit Geduld und schien sich nie um den Sieg zu sorgen. Nur Skyler Bowling und ab und an Julius Jenkins hielten dagegen. Das war Harmssen zu wenig: nächste Auszeit. Doch kurz darauf spielten die Bonner mit ein paar schnellen Pässen Zubcic frei. Der hatte eine Weile zugesehen, aber seinen Dreier gleich wieder parat: 43:35 (20.). Eine Antwort gab Jenkins noch, dann ging es in die Halbzeit.

Und nach dem Seitenwechsel ließen die Baskets die Gäste zwar noch mitspielen, erhöhten aber in Defense und Offense den Druck und hatten sich längst das Selbstbewusstsein und die Selbstverständlichkeit erspielt, die auch Zirkuswürfe in den Korb fallen lassen.

Als ein Dreierversuch von Klein hoch vom Ring sprang, schnappte sich Gamble den Rebound und machte gegen drei Jenaer krachend deutlich, dass dies sein Wohnzimmer ist (67:55, 29.). Die Bonner zogen davon und spielten jetzt auch noch ein bisschen für die Galerie. Gamble tanzte baletttauglich um Mackeldanz herum, Hill erfüllte den Wunsch der Kulisse nach der dreistelligen Punktausbeute: Ohne Angst vorm Kuchenbacken versenkte er das 102:80 aus der Distanz im Gästekorb. Das ist von der untersten Klasse bis in die Bundesliga gleich: Der 100. Punkt kostet. Hier einen Kasten Bier, dort Kuchen oder Gebäck. Hill wird es egal sein. Plätzchen hat er schon einmal gebacken, und seine Defense war ihm ohnehin wichtiger.