Versöhnlicher Abschluss

Telekom Baskets gewinnen gegen Avellino

Breunig überzeugt mit einem Double-Double.

Breunig überzeugt mit einem Double-Double.

Bonn. Die Telekom Baskets gewinnen zum Abschluss der Champions League mit 79:74 gegen Sidigas Avellino. Breunig überzeugt mit einem Double-Double.

Zufriedene Gesichter zum Abschluss der Baskets-Europareise: Das Team von Cheftrainer Predrag Krunic hat am letzten Spieltag der Champions League einen versöhnlichen Abschluss gefeiert und seine Fans mit Herz und Siegeswillen in einer Partie, in der es für die Bonner um nichts mehr ging, sogar begeistert. Beim 79:74 (21:19, 18:21, 18:17, 22:17)-Erfolg gegen den italiensischen Vertreter Sidigas Avellino ließen die Baskets ihren Rückenwind aus den erfolgreichen Spielen gegen Bamberg und Oldenburg vor der wichtigen Partie am Samstag gegen Ludwigsburg gat nicht erst abflauen.

Krunic ergänzten seine etatmäßigen Starter Josh Mayo, TJ DiLeo, Yorman Polas Bartolo und Tomislav Zubcic mit Martin Breunig, der Julian Gamble vertrat. Der Center musste mit einem Virusinfekt passen, sein Backup nutzte die Spielzeit zu einem Double-Double aus starken 17 Punkten und 10 Rebounds. "Mein Team hat mir heute ermöglicht, ein gutes Spiel zu machen", gab er hinterher bescheiden zu Protokoll.

Die Bonner kamen gut ins Spiel und zeigten nicht weniger Willen, das Spiel zu gewinnen als die Italiener, für die es noch um einen Platz in der K.o.-Runde der Champions League ging. Der Baskets-Coach brachte schon früh Julian Jasinski und Center Alexander Möller, sonst beim Kooperationspartner Dragons Rhöndorf tätig, und ließ die Youngster Champions-League-Luft schnuppern. Zum Viertelende führten die gefällig spielenden Bonner 21:19.

Eher selten gemeinsam auf dem Feld

Auch im zweiten Spielabschnitt hielten die eher selten gemeinsam auf dem Feld stehenden Kombinationen in Magenta gut gegen den Tabellendritten der italienischen Serie A dagegen, aber als Dez Wells einen 6:0-Lauf der Gäste zur 35:34-Führung abschloss, nahm Krunic eine Auszeit um Avellino nicht weiter in Fahrt kommen zu lassen. Das gelang, die Hausherren hielten den Spielstand eng und lagen, nachdem Polas Bartolo einen Steal von DiLeo mit dem Pausenbuzzer verwertete nur mit einem Punkt hinten (39:40).

In Hälfte zwei ließen die ersten Zähler eine Weile auf sich warten. Breunig war es dann, der einen auf den Ring gesetzten Dreier von Mayo für zwei Punkte in den Korb stopfte. Obwohl die Gäste innerhalb kurzer Zeit drei Mal aus der Distanz trafen, ließen die Baskets sich nicht aus dem Konzept bringen und starteten mit ausgeglichenen Verhältnissen in den Schlussabschnitt (57:57).

Irgendwann in diesem letzten Viertel schien den Italienern klar geworden zu sein, dass die Partie in Nymburk ihnen in die Karten spielte. Das Team um Ex-Baskets-Spielmacher Geno Lawrence führte immer deutlicher gegen Zielona Gora, die direkte Konkurrenz, an der Avellino in der Tabelle noch vorbei wollte. Die Spieler auf der Gästebank intensivierten ihr Anfeuern, die auf dem Feld ihre Bemühungen.

Die Baskets mussten ein bisschen abreißen lassen, vermochten aber ebenfalls, einen Gang hochzuschalten, arbeiteten sich heran und gingen in der 37.Minute durch Mayo mit 69:68 in Führung. Und plötzlich klangen 2340 Zuschauer wie 4500. Niermand in der Halle schien das Spiel für unwichtig zu halten. Die Baskets behielten in der Crunchtime die Nerven gaben ihren fünften Sieg im europäischen Wettbewerb und das gute Gefühl vor dem Karnevalsspiel gegen die Ludwigsburger Playoff-Konkurrenz auch nicht mehr her.

Telekom Baskets: Ron Curry 5, Tomislav Zubcic 17/4, Konstantin Klein 10/2, Julian Jasinski, TJ DiLeo 5/1, Martin Breunig 17 (10 Rebounds), Yorman Polas Bartolo 4, Josh Mayo 11, Malcolm Hill 8/1, Alexander Möller 2.