Basketball-Bundesliga

Telekom Baskets feiern knappen Sieg in Braunschweig

Malcolm Hill und die Telekom Baskets setzten sich in Braunschweig durch.

Malcolm Hill und die Telekom Baskets setzten sich in Braunschweig durch.

Bonn. Nach dem Auftakterfolg gegen Ulm haben die Telekom Baskets Bonn auch ihr zweites Spiel in der Basketball-Bundesliga gewonnen. In Braunschweig setzten sich die Bonner mit 76:73 durch.

Die Telekom Baskets Bonn können doch gegen Braunschweig gewinnen. Souverän war es allerdings nicht. Nach vier Niederlagen in den vergangenen beiden Spielzeiten gewann die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic bei den Basketball-Löwen mit 76:73 (18:20, 22:19, 21:19, 15:15) und hatte es bis zur letzten Sekunde unnötig spannend gemacht.

„Ich bin stolz, dass wir es trotzdem noch geschafft haben zu gewinnen – obwohl wir eine Reihe dummer Fehler gemacht haben“, sagte Konstantin Klein nach der Partie, während sich seine Kollegen gemeinsam auch eher verhalten freuten. „Aber wir haben gekämpft und was zählt, ist der Sieg.“

Julian Gamble schüttelte auch noch nach der Schlusssirene den Kopf. Die Mannschaft ging zu den mitgereisten Fans und bedankte sich, während der Center wohl seine eigene Leistung noch einmal Revue passieren ließ. Was er vor seinem inneren Auge gesehen haben dürfte: Scott Eatherton, Scott Eatherton und Scott Eatherton. Der Braunschweiger Big Man hatte den Bonner Linkshänder vor eine Aufgabe höchsten Schwierigkeitsgrads gestellt und mit seinen 23 Punkten nicht unerheblich dazu beigetragen, dass die Hausherren bis zum Schluss die Chance auf Sieg Nummer fünf in Folge gegen die Bonner hatten.

Viel Gesprächsbedarf zur Halbzeit

Denn während die Baskets zuletzt ansehnliche Törtchen geboten hatten, gab es in Braunschweig Schwarzbrot. Krunic hatte die Startformation leicht verändert, neben Spielmacher Josh Mayo, Ron Curry, Yorman Polas Bartolo und Julian Gamble schickte er anstelle von Jordan Parks den zuletzt gegen Ulm etwas glücklosen Nemanja Djurisic aufs Feld.

Der Auftakt geriet nicht ganz so überfallartig wie in den ersten drei Partien gegen Kataja (Hin- und Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation) und Ulm. Auf der anderen Seite versuchten auch die Braunschweiger ihren Vorteil in schnellem Spiel zu finden. So bewegte sich die Partie auf Augenhöhe, obwohl die Bonner sich noch nicht so gefällig präsentierten wie zuletzt. Gamble arbeitete sich am beweglichen Eatherton ab, Polas Bartolo mühte sich ein bisschen glücklos und Mayo war bei Thomas Klepeisz erstaunlich gut aufgehoben. Und so blieb es immer eng. Kein Team schaffte es, einen irgendwie beruhigenden Vorsprung herauszuarbeiten.

Zur Halbzeit gab es trotz der Bonner Drei-Punkte-Führung einiges zu besprechen. Die Hausherren dominierten die Rebounds, das konnte Krunic nicht gefallen. Schon jetzt war klar, das Bestmögliche war ein Arbeitssieg. Und die Baskets nahmen diese Herausforderung an, ackerten unermüdlich und ignorierten die glücklosen Szenen, in denen der Ball in den drei vorausgegangenen Partien irgendwie immer doch noch in den Korb gefunden hatte.

Polas Bartolo erzielt die Führung

Jetzt gelang es auch ab und an, die Angriffsuhr herunter zu verteidigen und die Braunschweiger unter Kontrolle zu halten. Eatherton nervte Gamble weiter, musste sich aber hinterher zerknirscht selbst vorwerfen, dass er von neun Freiwürfen nur drei verwandelt hatte. Zu wenig – gerade wenn's eng ist. Als in der 39. Minute Mayos Klette Klepeisz vom Feld musste und der Bonner Spielmacher beide fälligen Freiwürfe zum 70:71-Anschluss verwandelte, konnte DeAndre Landsdowne noch einmal antworten. Doch dann war das Glück auch Gamble hold, als sich sein Wurf auf dem Ring in den Korb kreiselte. Die Baskets verteidigten Korb und Vorsprung, bis die Angriffszeit abgelaufen war, und auch Yorman Polas Bartolo, der mit leichten Würfen seine Probleme gehabt hatte, verwandelte einen schwierigen zur 74:73-Führung.

Noch 21 Sekunden, Ballbesitz Braunschweig. Und die Baskets verteidigten wie in ihren besseren Spielen: Djurisic blockte Eatherton, Gamble passte auf Polas Bartolo, und der machte sich auf und davon, um den Ball zum Sieg in den Korb zu stopfen.

Am Dienstag geht es im internationalen Wettbewerb weiter, dann tritt BC Oostenede im Telekom Dome an (20 Uhr).

Braunschweig: Figge, Bradley 10 Punkte, Lansdowne 16/2, Janavicius 4, Klepeisz 6, Schwartz 7/1, Morse 2, Kone 5/1, Eatherton 23.

Telekom Baskets: Curry 2, Parks 2, Klein 12/2, Djurisic 7, Gamble 13/1, DiLeo 4, Breunig 3, Bartolo 13, Mayo 18/4, Hill 2.

Trefferquote: Braunschweig 46 Prozent (29/63), Bonn 52 Prozent (29/56). Zweierquote: Braunschweig 60 Prozent (25/42), Bonn 65 Prozent (22/34). Dreierquote: Braunschweig 19 Prozent (4/21), Bonn 32 Prozent (7/22). Freiwurfquote: Braunschweig 50 Prozent (11/22), Bonn 61 Prozent (11/18). Rebounds: Braunschweig 35 (Bester: Eatherton 9), Bonn 31 (Bester: Bartolo 6). Assists: Braunschweig 20 (Bester: Kone 7, Bonn 13 (Bester: DiLeo 6). Ballgewinne: Braunschweig 11, Bonn 10. Ballverluste: Braunschweig 14, Bonn 17. Fouls: Braunschweig 19, Bonn 21.